Grevenbroich CDU: Wirtschaftsbetriebe sollen eigenständig bleiben

Grevenbroich · Die Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV) sollen wieder in die Obhut der Stadt zurückgeführt werden. Das fordert die SPD nach ihrer Klausurtagung zum Haushaltsentwurf.

 CDU und SPD diskutieren über die Zukunft der WGV.

CDU und SPD diskutieren über die Zukunft der WGV.

Foto: Jazyk (Archiv)

Die CDU wird in dieser Frage jedoch nicht mitziehen, kündigte Fraktionsvize Edgar Uebber gestern an: "Uns gefällt diese Position nicht", meint er. Gleichwohl sei die Union aber für Verbesserungen.

Die SPD will sich für die Rekommunalisierung der WGV einsetzen: "Die heutige Struktur mit einer GmbH ist zu teuer", urteilt Fraktionschef Horst Gerbrand: "Sowohl die Stadt, die die WGV-Leistung bezahlt, als auch die Bürger, die Gebühren entrichten, werden heute durch die Mehrwertsteuer belastet." Die Stadt soll nun prüfen, wie sie aus den bis 2017 laufenden Verträgen herauskommen kann.

Die CDU vertritt hier eine andere Linie: "Wir sind gegen eine Rekommunalisierung der Wirtschaftsbetriebe", erklärt Edgar Uebber. Seine Fraktion regt an, die Verträge mit den WGV zum nächstmöglichen Termin (2015) zu kündigen. "Dann sollten sie neu gestaltet werden", so Uebber. Nach Meinung der CDU sind die Leistungspakete der WGV zu groß: "Alleine die Pflege der Grünflächen nimmt im Haushalt einen Betrag von 8,5 Millionen Euro ein — das ist ein Riesenbrocken", sagt der Fraktionsvize. Die Marschrichtung der CDU: "Die Wirtschaftsbetriebe müssen künftig auftrags- und nicht mehr leistungsbezogen bezahlt werden." Hier sei Einsparpotenzial vorhanden, meinen die Christdemokraten.

Ausdrücklich richte sich dieser Vorschlag nicht gegen die Mitarbeiter der WGV, meint Uebber: "Im Gegenteil, sie leisten gute Arbeit."

(NGZ/rl)
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