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Grevenbroich: CDU will Kosten im Rathaus deckeln

Grevenbroich : CDU will Kosten im Rathaus deckeln

Im Rathaus soll kostensparender gearbeitet werden. Diese Forderung formulierte jetzt CDU-Fraktionschef Norbert Gand vor den Haushaltsberatungen. Sein Vorschlag: In der Stadtverwaltung soll eine Koordinierungsstelle eingerichtet werden, die den Rotstift bei bestimmten Ausgaben der Ämter ansetzen soll.

"Das sollte von Jahr zu Jahr schrittweise geschehen", erklärt Gand: "Zunächst sollten die Kosten um ein Prozent, später vielleicht um fünf Prozent reduziert werden." Der CDU-Chef denkt hierbei nicht an eine Deckelung der investiven, sondern der konsumtiven Mittel — also des Geldes, das für den Verbrauch bestimmt ist.

"In diesem Bereich hat sich in den vergangenen Jahren eine gewisse Struktur eingeschlichen, die verändert werden muss", betont Gand. Was er meint: Die Höhe der Gelder, die von den Ämtern für den jeweiligen Haushalt angemeldet werden, würden oft auf einer Schätzung beruhen. Meist sei es mehr, als tatsächlich benötigt würde.

"Wir müssen hier zu mehr Kostenbewusstsein in der Verwaltung kommen", betont Gand. Er denkt hierbei an eine koordinierende Schnittstelle, die sich aus Vertretern der Kämmerei und den Fachbereichen zusammensetzen soll. "Dort muss gemeinsam daran gearbeitet werden, die konsumtiven Kosten zu reduzieren. Und zwar Jahr für Jahr um einen bestimmten Prozentsatz", so Gand. Das Ergebnis müsse den Mitgliedern des Stadtrates vorgelegt werden.

Die CDU wird diese Koordinierungsstelle für die ganztägigen Haushaltsberatungen im November beantragen. "Wir wollen sie nicht als Allheilmittel verstanden wissen. Es ist eine Idee, deren Machbarkeit nun überprüft werden muss", meint Norbert Gand.

(NGZ/rl)