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Grevenbroich: CDU will Bauhof zügig verlagern

Grevenbroich : CDU will Bauhof zügig verlagern

Die CDU drückt für die Verlagerung des Bauhofs der Wirtschaftsbetriebe aufs Tempo. Bis Ende März soll die Entscheidung fallen. Die SPD zögert – denn noch steht nicht fest, was eine Umsiedlung kosten wird.

Wird der Bauhof vom Flutgraben nach Noithausen umgesiedelt? Diese seit Monaten diskutierte Frage will die CDU jetzt geklärt haben – nach ihrer Etatberatung drückt sie aufs Tempo. "Wir wollen eine Entscheidung bis Ende März, damit die konkrete Planung aufgenommen werden kann – im Interesse der Wirtschaftsbetriebe und ihrer Mitarbeiter", erklärt Fraktionsvorsitzender Norbert Gand.

Bei ihrer Haushalts-Klausur hatten sich die Christdemokraten für den Umzug nach Noithausen ausgesprochen – einstimmig, wie Gand betont: "Alle Argumente sprechen dafür. Ein Bauhof gehört nicht in Citynähe, zudem stellt er eine Beeinträchtigung für das Wohngebiet am Flutgraben dar, wo der Bauverein zurzeit seinen Bestand saniert", sagt der Fraktionschef. Zudem reiche dort der Platz für das erforderliche Streusalzlager nicht aus. Auf dem Areal in Noithausen gebe es laut CDU nur Vorteile: "Von dort aus sind etwa das Zentrum und der Stadtwald gut zu erreichen." Die Union sieht dringenden Handlungsbedarf – auch aus folgendem Grund: "Es sind nicht nur die Hallen, die saniert werden müssen. Das Verwaltungsgebäude ist geradezu abbruchreif, es entspricht nicht den arbeitsschutzrechtlichen Bestimmungen", erklärt Gand.

Nach ersten Schätzungen schlägt die Sanierung am Flutgraben – ohne Salzlager und Verwaltungsgebäude – mit rund 2,5 Millionen Euro zu Buche. Was eine Umsiedlung kostet, ist zurzeit völlig unklar. Aus diesem Grund hat sich die SPD auch noch nicht positioniert: "Erst müssen Zahlen auf den Tisch", fordert Ratsherr Edmund Feuster.

Von der Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) wird zurzeit eine Wirtschaftlichkeitsberechnung erstellt, die im Februar dem Aufsichtsrat vorgelegt werden soll. "Dann werden wir wissen, was ein Neubau kostet und wie seine Refinanzierung aussehen wird", erklärt Feuster. Stelle sich heraus, dass das Projekt nicht wirtschaftlich sei, werde die SPD einer Verlagerung nicht zustimmen, stellt er in Aussicht.

Bevor Noithausen ins Gespräch kam, wurde übrigens eine andere Standort-Variante für den Bauhof untersucht: 4,5 Millionen Euro hätte der Umzug in das ehemalige NLK-Gebäude im Industriegebiet Ost gekostet. "Diese Alternative ist verworfen worden, weil sie zu kostspielig war", erinnert Edmund Feuster. Nach seinen Informationen gebe es Anzeichen, dass die Verlagerung nach Noithausen um einiges teurer werde.

Sollte das der Fall sein, will sich die SPD für eine Sanierung der WGV-Immobilien am Flutgraben stark machen. Dass das Verwaltungsgebäude der Wirtschaftsbetriebe zum Verfall bedroht ist, bezweifelt Feuster. Für das Salzlager kann er sich auch einen anderen, dezentralen Standort vorstellen.

(NGZ)