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Grevenbroich: CDU und SPD streiten um Wahlkampf-Plakate

Grevenbroich : CDU und SPD streiten um Wahlkampf-Plakate

Deutliche Worte findet CDU-Landtagskandidat Wiljo Wimmer: "Die SPD tritt christliche Werte mit Füßen." Anlass seiner Kritik ist, so Wimmer, "die Entscheidung der Grevenbroicher SPD, bereits vor dem Osterfest Wahlplakate aufzuhängen. Die SPD missachtet die Empfindung der Angehörigen des christlichen Glaubens", erklärt Wimmer, der wieder für den Wahlkreis Grevenbroich/Dormagen/Rommerskirchen kandidiert und sich für eine Plakatierung erst nach Ostern stark gemacht hat. "Es gibt eine Zeit zum Kämpfen und eine Zeit für Frieden. Die Wahlkampfplakatierung ist Ausdruck des Kampfes", so Wimmer. "Das Vorgehen der Genossen stößt bei uns auf absolutes Unverständnis", sagt Stadtverbandschef Norbert Gand, der auf Köln verweist: "Mit der Begründung, dass die Stadt nicht über Gebühr lang mit Plakaten zugeklebt ist – vor allem nicht an Ostern –, ging dort die Initiative zum Plakatierungsstart nach Ostern von der SPD aus."

SPD-Stadtverbandsvorsitzender Daniel Rinkert sieht keinen Grund für Aufregung. "Die CDU sollte die Kirche im Dorf lassen, in Neuss hängen bereits Plakate der Union. Demokratie und die Parteien brauchen sich nicht zu verstecken, mit den Plakaten werden keine christlichen Werte mit Füßen getreten. Ich bin selbst Katholik." Am Donnerstag sollen die SPD-Plakate eintreffen "Es ist aber fraglich ob wir sie alle vor Ostern aufhängen."

Norbert Gand (CDU,l.) setzt sich dafür ein, erst nach Ostern zu plakatieren. "Demokratie braucht sich nicht zu verstecken", erklärt Daniel Rinkert von der SPD. Foto: Berns, Lothar

Die stellvertretende CDU-Vorsitzende in Neuss, Elisabeth Heyers, bestätigt, dass in der Quirinusstadt bereits Plakate der CDU und SPD hängen. "Wir wollten einen Konsens, erst nach Ostern zu plakatieren – doch der ist an der SPD gescheitert."

(NGZ)