Grevenbroich: CDU: TuS muss in der Grevenbroicher City bleiben

Grevenbroich : CDU: TuS muss in der Grevenbroicher City bleiben

Die Union lehnt eine Bezirkssportanlage in Neuenhausen ab. Auch die FC-Süd-Fußballer sprechen sich dagegen aus.

Eine Umsiedlung des TuS zur Süd-Anlage kommt für die CDU nicht infrage. Das machte gestern Vizevorsitzender André Dresen für den Ortsverband Grevenbroich deutlich. "Solch eine Aktion wäre gesellschaftspolitischer Unsinn", erklärt er.

Die von dem langjährigen Sportamtsleiter und FC-Funktionär Dieter Wintersig angeregte Diskussion um eine Bezirkssportanlage in Neuenhausen schlägt mittlerweile hohe Wellen. Nachdem TuS-Vorstandsmitglied Friedel Geuenich eine Auslagerung nach Neuenhausen energisch abgelehnt hatte, meldete sich nun auch die Politik zu Wort.

"Bei einer Umsiedlung würde einer der beiden Vereine auf Dauer verschwinden", befürchtet Ratsherr André Dresen. Und das könne Folgen haben: "Das würde deutlich weniger Jugendarbeit bedeuten, weniger Prävention und weniger Integration." Der TuS sei ein wichtiger Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens in der Innenstadt – "und das soll er auch in Zukunft bleiben", betont André Dresen.

Zudem würde die Stadt bei einer Aufgabe des Schlossstadions auch keinen Cent verdienen, stellt das Ratsmitglied fest: "Das Gelände kann nicht für den Bau von Häusern verkauft werden, da es unter Denkmalschutz steht."

In die Denkmalliste der Stadt sind zwar lediglich das Alte Schloss mitsamt Torbogen und Haus Hartmann eingetragen – doch: "Das gesamte Umfeld gehört dazu", erklärt Rathaussprecher Andreas Sterken. Der Hintergrund: Das Schloss hatte einst einen massiven Wehr-Charakter und ließ sich nur durch ein großes Schussfeld verteidigen – diesen Bereich will das Rheinische Amt für Denkmalpflege freihalten. Vorhandene Anlagen wie das Schlossstadion haben Bestandsschutz.

Beim 1. FC-Süd habe man sich selbst über den Vorschlag von Dieter Wintersig gewundert, gab gestern Heino Weihrauch, Vorsitzender der Fußballabteilung, im Gespräch gegenüber unserer Zeitung zu: "Sicherlich darf man Visionen haben", erklärt er. "Doch diese war nicht mit dem Verein abgestimmt."

(NGZ/rl)
Mehr von RP ONLINE