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Grevenbroich: CDU: Lieber 40 km/h als Tempo 30

Grevenbroich : CDU: Lieber 40 km/h als Tempo 30

Auf einigen gut ausgebauten Straßen will die Union Tempo 40 einführen.

Tempo 30 begeistert nicht alle Autofahrer. Das wurde einmal mehr deutlich, nachdem einige Hauptstraßen der Stadt vor einigen Wochen in "Dreißiger-Zonen" umgewandelt wurden. Als Alternative schlägt der CDU-Ortsverband Grevenbroich nun Tempo 40 für einzelne Straßenzüge vor.

"30 km/h macht an Schulen, Kindergärten oder Seniorenheimen durchaus Sinn. Und insbesondere dort, wo Straßen eng und Bürgersteige schmal sind und Passanten unverhofft auf die Straße laufen könnten - zum Beispiel an der oberen Düsseldorfer Straße, wo die Häuser sehr dicht an der Fahrbahn stehen", sagt Ratsherr Norbert Gand. Tempo 30 verursache zudem weniger Lärm, gleichzeitig werde aber mehr Benzin verbraucht und Abgase in die Luft geblasen.

Nach Meinung der CDU gebe es in Grevenbroich eine Reihe von Straßen, auf denen ein Tempolimit von 30 km/h keinen Sinn mache, weil Fahrbahnen und Gehwege gut ausgebaut seien. Gand nennt beispielhaft die Deutsch-Ritter-Allee, die Rheydter- und die Lindenstraße sowie Auf der Schanze. Dort sollte - wenn schon ein Geschwindigkeitslimit her muss - alternativ Tempo 40 eingeführt werden. Das sorge für zügiges Vorankommen und weniger Verkehrsbehinderungen. "Und die Geräuschemissionen wären auch nicht viel höher als bei 30 km/h", meint Gand.

Die CDU will nun die Stadtverwaltung zu einem Check auffordern. Sie soll überprüfen, welche Tempo-30- in Tempo-40-Zonen umgewandelt werden können. "40 bietet eine größere Sicherheit als 50, ermöglicht aber einen flüssigeren Verkehr als 30 km/h", sagt das Ratsmitglied. Wenn die Stadt schon Geschwindigkeitsbegrenzungen wolle, sollte sie diese Alternative prüfen.

Die Idee für Tempo 40 sei nach der Bauausschusssitzung im Oktober entstanden, nach der sich Bürger und Politiker gleichermaßen gefragt hätten, "ob wir in dieser Stadt künftig nur noch mit Tempo 30 fahren sollten", sagt Ortsverbandsvorsitzender André Dresen. "Da kann sehr schnell bei vielen das Gefühl aufkommen, dass diese Zonen nur eingerichtet werden, um Autofahrer mit dem städtischen Radarwagen abzuzocken."

(NGZ)