Diskussion im Umweltbeirat CDU lehnt Freilaufwiese für Hunde in Grevenbroich ab

Grevenbroich · Die im Umweltbeirat der Stadtbetriebe vertretenen Fraktionen sind sich größtenteils einig und befürworten eine Freilaufwiese für Hunde. Die CDU ist anderer Meinung und sieht in Grevenbroich keine Notwendigkeit für eine solche Anlage.

Auf einem 17.000 Quadratmeter großen Areal an der Süd-Anlage soll eine Freilaufwiese für Hunde entstehen.

Auf einem 17.000 Quadratmeter großen Areal an der Süd-Anlage soll eine Freilaufwiese für Hunde entstehen.

Foto: Wiljo Piel/wilp

Mit dem Verein „Wuff und Wiese“ haben engagierte Bürger die Initiative ergriffen und bereits viel erreicht. Gemeinsam mit den Stadtbetrieben konnte in den vergangenen Wochen ein Gelände ausfindig gemacht werden, das sich für eine Freilaufwiese eignet. Das rund 17.000 Quadratmeter große Areal liegt an der Süd-Anlage und soll künftig zwischen Sportlern und Hundefreunden aufgeteilt werden.

„Wir treten jetzt in die Vertragsverhandlungen ein“, erläuterte Stadtbetriebe-Vorständin Monika Stirken-Hohmann im Umweltbeirat den aktuellen Stand der Dinge. Zusammen mit dem Vorstand des Vereins „Wuff und Wiese“ soll in Kürze ein Nutzungsvertrag abgeschlossen werden, dessen Details noch gemeinsam ausgearbeitet werden müssen. Ist der Kontrakt unterschriftsreif, soll er dem Beirat zum Beschluss vorgelegt werden.

Die CDU wird da wohl nicht mitziehen – denn: „Wir sehen das kritisch“, sagte Ralf Cremers, der darauf hinwies, dass Grevenbroich mit 102,6 Quadratkilometern die flächenmäßig größte Kommune im Rhein-Kreis sei und viele Grünflächen biete. Dort hätten Hunde ausreichend Bewegungsspielräume – anders als etwa in der Düsseldorfer Innenstadt, wo eine Freilaufwiese mehr Sinn mache. Die für die Wiese veranschlagte Investitionssumme von 11.000 Euro – und etwaige Folgekosten – sieht Cremers besser in einem Spielgerät für Kinder angelegt.

Zudem sei aktuell noch unklar, wer bei der Betreuung einer Hundewiese in der Verantwortung stehe. „Das darf nicht bei uns hängen bleiben“, machte Ralf Cremers deutlich. Auch Stephan Grevel (SPD) stellte die Frage, wer auf dem Areal künftig für die Verkehrssicherungspflicht zuständig sein soll, die Haftungsfrage sei noch unklar. Auch das soll im Rahmen der Vertragsverhandlungen detailliert ausgearbeitet werden, sicherte Monika Stirken-Hohmann zu.

Grundsätzlich signalisierte die SPD ihre Zustimmung für das Vorhaben. „Wir sehen auf jeden Fall einen Bedarf“, sagte Birgit Gericke, die selbst Hundebesitzerin ist. Grevenbroich habe in der Tat zwar viele Grünflächen, aber nur wenige, auf denen Hunde frei laufen dürfen. Das sieht auch Renate Steiner (Grüne) so: „Hunde sind Rudeltiere und brauchen den Kontakt zu anderen Artgenossen, dafür bietet eine solche Wiese gute Möglichkeiten.“

Letztlich befürwortet auch die FDP eine Freilaufwiese im Stadtgebiet: Der Bedarf drücke sich schon alleine dadurch aus, dass sich Bürger engagiert für eine solche Anlage einsetzen würden, meinte Steffen Büttgenbach. Und: „Die 11.000 Euro sollten uns unsere vierbeinigen Freunde wert sein.“

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