Grevenbroich: CDU kritisiert Stopp für die L 361n

Grevenbroich : CDU kritisiert Stopp für die L 361n

Auf heftige Kritik bei den Grevenbroicher Christdemokraten stößt die Entscheidung des Landes, die umstrittene Landstraße L 361n auf lange Sicht nicht zu bauen. "Das ist ein Schlag ins Gesicht vieler Menschen in Grevenbroich – vor allem in Kapellen und Wevelinghoven", empört sich Stadtverbandschef Benedikt Jerusalem. Und Vize-Fraktionsvorsitzender Edgar Uebber erklärt: "Ich kann die Freude von Dieter Dorok von den Grünen über die Entscheidung des Landes nicht verstehen. Die heutige Verkehrssituation ist eine große Belastung für viele Menschen." Uebber betont zugleich, dass die Herababstufung der Priorität für die L 361n "nicht das Aus für die Straße bedeutet. Wir werden uns weiter intensiv für den Bau einsetzen", versichert er. Auch der CDU-Landtagsabgeordnete Wiljo Wimmer will sich für die L 361n weiter stark machen.

Landesverkehrsminister Harry Voigtsberger hatte die Entscheidung, die L 361n und andere StraVorhaben in der Priorität herabzustufen, damit begründet, dass die zur Verfügung stehenden Gelder nicht für alle geplanten Vorhaben reichten. "Dass Harry Voigtsberger sich ausschließlich auf Projekte konzentriert, die leicht umzusetzen und hohe Akzeptanz vor Ort haben, zeigt die mangelnde Durchsetzungskraft des Ministers", meint Jerusalem. Der Verkehrsminister ignoriere zudem die Resolution des Stadtrates für den Bau der L 361n. Uebber sieht einen Widerspruch: "Mit der Herabstufung der Priorität handelt die SPD im Land entgegen dem Willen der Sozialdemokraten in Grevenbroich, die sich für den Bau ausgesprochen haben."

(NGZ)
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