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Grevenbroich: CDU-Fraktion macht sich für mehr Rasengräber stark

Grevenbroich : CDU-Fraktion macht sich für mehr Rasengräber stark

Die Senioren-Union fordert die Schaffung von pflegeleichten Rasengräbern auf allen Friedhöfen der Stadt – und sie erhält für ihr Anliegen Unterstützung. "Wir haben bereits vor drei Jahren einen Antrag gestellt, auf unseren Friedhöfen alternative Bestattungsformen einzurichten, dazu gehören auch Rasengräber", erklärt CDU-Fraktionsvorsitzender Norbert Gand. Er kündigt an: "Wir wollen nochmals einen Antrag stellen."

Bislang bietet die Stadt Rasengräber lediglich auf dem Elsener Friedhof an. Dabei sieht Gand viele Vorteile: "Die Gräber sind für die Angehörigen pflegefrei", das Mähen der Wiese ist mit der Gebühr für Nutzungsrecht bereits verrechnet. "Die Rasengräber entsprechen auch der Trauerkultur, die viele Menschen bei uns wünschen", betont er. "In den Rasen wird eine Steinplatte mit Angaben zum Verstorbenen eingelassen. Die Hinterbliebenen haben eine Anlaufstelle – einen Ort, an dem sie trauern können.

Auch CDU-Ratsherr Ralf Cremers, Mitglied im Landschaftsausschuss, spricht sich für weitere Flächen für Rasengräber aus: "Das ist eine Form der Bestattung, die zunehmend nachgefragt wird – dem sollte man entsprechen. Wir benötigen Gräber, die nur minimalen Pflegeaufwand benötigen, die aber nicht anonym sind. Viele alte Menschen haben ein Problem bei der Frage, wer nach ihrem Tod ihr Grab pflegt – etwa wenn die Angehörigen weit weg wohnen." Ein Arbeitskreis des Landschaftsausschusses wird künftig die Friedhöfe besuchen, um Einsparpotenzial auszuloten. "Bei dieser Gelegenheit kann auch über die Frage gesprochen werden, wo solche Flächen sinnvoll sind."

Stadtsprecher Andreas Sterken hatte erklärt, dass Sonderflächen für Bestattungen einen höheren Aufwand und damit Mehrkosten für die Stadt bedeuteten. Gand sieht das anders: "Auf Dauer wird der Pflegeaufwand geringer."

(cso-)