Grevenbroich: CDU fordert: Zwei kleine statt eine große Tagesstätte in Wevelinghoven

Grevenbroich: CDU fordert: Zwei kleine statt eine große Tagesstätte in Wevelinghoven

Allen bislang ergriffenen Maßnahmen zum Trotz bleibt die Betreuungssituation für Kleinkinder in allen Stadtteilen Grevenbroichs prekär. Parallel zum bereits initiierten Ausbauprogramm plant die Stadt auf einer frei liegenden Fläche in Wevelinghoven den Bau einer weiteren Kita. "Das ist eine für uns wichtige Option", sagt Erster Beigeordneter Michael Heesch. Und laut Bürgermeister Klaus Krützen steht eine Fläche auf der Prüf-Agenda. Dass zwischen dem Quartier "Am Böhnerfeld" und der künftigen Adresse "An Mevissen" eine wie auch immer geartete Kita entsteht, ist also noch Zukunftsmusik. Aus Reihen der CDU gibt es bereits jetzt erste Kritik zu den eventuellen Plänen.

"Eine weitere Kita befürworten wir auf jeden Fall", betont Heike Troles als Vorsitzende des Jugendhilfeausschusses (JHA). "Aber wir plädieren eher für zwei kleine anstelle einer großen Tagesstätte. Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kaiser ergänzt: "Besser wären zwei Kitas mit vier Gruppen, als eine mit sechs oder sieben." Auch wenn das von der CDU gewünschte Modell "etwas teurer" würde.

Die Kita muss zu den Kindern passen, nicht umgekehrt, sagen beiden Unionsvertreter. Dass die Betreuungssituation in Wevelinghoven verbessert werden muss, darin sind sich alle Beteiligten einig. "Trotzdem ist die Planung nicht nur an dem quantitativen Bedarf zu orientieren", gibt Troles zu bedenken. Aus Erfahrung mit den eigenen Söhnen weiß sie, dass Kinder "gemütliche und für sie übersichtliche Räume, Gärten und Häuser lieben".

  • Grevenbroich : Wird Mevissen zum XXL-Neubaugebiet?

Ein Kindergarten, der sechs Gruppen umfasst, sei aus Perspektive der Jüngsten "gigantisch". Außerdem sei die Betreuung in kleinen Gruppen "auch zur Realisierung pädagogischer Ziele besser", wie Wolfgang Kaiser ergänzt. "Vier Gruppen sind das Maximum."

Ihre Bedenken wollen die Christdemokraten "rechtzeitig äußern, damit sie in alle Überlegungen einbezogen werden können", sagt Heike Troles. Die Idee, an einem Ort riesig zu bauen, widerspricht Kaisers Vorstellung von "kurzen Wegen für kleine Leute": "Im Kindergarten knüpft man erste Freundschaften, die nachmittags gepflegt und in der Grundschule fortgesetzt werden. Hier geht es auch darum, dass Kinder ihre Kita möglichst zu Fuß erreichen können."

(von)