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Grevenbroich: CDU fordert Wettbewerb für City-Areal

Grevenbroich : CDU fordert Wettbewerb für City-Areal

Die Pläne für die Neugestaltung des innerstädtischen Gebietes am Flutgraben sollen externe Kräfte entwickeln. Das fordert jetzt die CDU. Sie schlägt einen Ideenwettbewerb für Architekten oder Hochschulabsolventen vor.

Die City-Entwicklung zwischen dem Platz der Republik und dem alten Bauhof am Flutgraben gehört zu den wichtigsten Gestaltungsprojekten, die in den nächsten Jahren in Grevenbroich realisiert werden sollen. Das innerstädtische Gelände soll zum Wohnen und für die Freizeitgestaltung aufbereitet werden. Doch wie - das ist noch unklar. Die CDU schlägt jetzt vor, externe Fachleute in den Planungsprozess einzubeziehen.

"Die Neugestaltung dieser Fläche darf kein Thema für Schnellschüsse oder zu investitionsfreudige Bauträger sein", sagt Fraktions- und Parteichef Wolfgang Kaiser: "Dort muss mit Augenmaß geplant werden." Die Union macht sich vor diesem Hintergrund für einen Ideenwettbewerb stark, in den Architekten oder Hochschulabsolventen einbezogen werden sollen. Letztere wären kostengünstiger für die Stadt. "Von einem Wettbewerb versprechen wir uns nicht nur neue, sondern auch mal quergedachte Vorschläge", sagt Kaiser. Die Fläche müsse fachmännisch und sensibel geplant werden, "da sie für die weitere Entwicklung Grevenbroichs von eminenter Bedeutung ist".

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Die Katholische Grundschule an der Graf-Kessel-Straße und die Kindertagesstätte am Hartmannweg sind sanierungsbedürftig, sie sollen - falls Geld vorhanden ist - in ein neues Bildungszentrum einziehen, das nach der Aufgabe des Realschulstandortes (2017) an der Bergheimer Straße geplant ist. Die damit entstehenden Freiflächen - inklusive des Kirmes- und Schützenplatzes sowie des alten Bauhofgeländes - sollen künftig für die Innenstadtgestaltung genutzt werden.

"Es wäre fatal, das alles mit Wohnungen zuzupflastern", sagt Kaiser: "Es muss dort auch attraktiv gestaltete Grünflächen, kleine Läden, Büros, Praxen, ein Café oder ein Restaurant geben." Die Konzeption dieser innerstädtischen Fläche möchte der Fraktionschef aber nicht in die Hände von Grevenbroichern Stadtplanern legen. Weil die befangen seien. Und weil es "gewisse Blockaden" gebe. Zum Beispiel dann, wenn es um die Frage gehe, ob die vom Einzelhandel verbissen verteidigten kostenlosen Parkplätze auf dem Platz der Republik auch in Zukunft noch bereitgehalten werden müssen.

Und der Kirmesplatz? "Den sehe ich noch nicht zum Hagelkreuz umgesiedelt", sagt Wolfgang Kaiser. Am Ende eines Ideenwettbewerbs könnte auch ein Verbleib auf dem Platz der Republik und der angrenzenden Graf-Kessel-Straße stehen. "Wir müssen uns überraschen lassen, was uns die Experten präsentieren", sagt der Fraktionschef. Er selbst würde einen Verbleib am alten Ort positiv sehen.

Nach Meinung der CDU müssen die Weichen für die Neugestaltung des Areals am Flutgraben bereits im nächsten Jahr gestellt werden. "Wir sollten so schnell wie möglich an diese Sache herangehen und die Innenstadtentwicklung auf die Schiene setzen", sagt Wolfgang Kaiser. Die Aufgabe des Realschulstandortes an der Bergheimer Straße sei ein guter Anlass, um einen Ideenwettbewerb zu starten.

(NGZ)