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Grevenbroich: CDU: Bauhof stört im Flutgraben-Viertel

Grevenbroich : CDU: Bauhof stört im Flutgraben-Viertel

Für das nächste Jahr plant der Bauverein ein Millionen-Projekt: Im Viertel am Flutgraben sollen rund 100 Wohnungen auf Vordermann gebracht werden. Für die Häuser, die in den Jahren 1926 bis 1952 gebaut wurden, steht eine Komplett-Sanierung an.

Der CDU kommt dieses Vorhaben gerade recht — denn: "Der in der Nähe liegende Bauhof der Wirtschaftsbetriebe wird in ein derart aufgewertetes Gebiet nicht mehr hinein passen", sagt Fraktions-Chef Norbert Gand. Der Betrieb müsse auf das alte NVV-Gelände im Industriegebiet Ost verlagert werden.

Wird der marode Bauhof saniert oder an die Peripherie ausgelagert? Dieses Thema wird schon seit Wochen hinter verschlossenen Türen diskutiert (die NGZ berichtete). Als einzige Fraktion hat sich bislang die CDU öffentlich zu diesem Thema geäußert — sie plädiert für eine Verlagerung. Der Grund: Der jetzige Standort in der Nähe von Schloss und Gartenschaugelände könne sinnvoller genutzt werden. Und zwar für den Bau von Wohnungen, wie Norbert Gand jetzt erklärt: "Potenzielle Investoren haben bereits ihr Interesse für dieses Gelände angemeldet", weiß der Fraktionschef. "Voraussetzung für eine Bebauung ist jedoch, dass sich die Stadt für eine Verlagerung des Betriebshofs entscheidet."

Die Alternative — eine 2,5 Millionen Euro teure Sanierung der Bauhof-Immobilien — lehnt die CDU ab. Auch, weil der Bauverein in Steinwurfweite ein Großprojekt plane: "Das gesamte Viertel wird auf einen modernen Stand gebracht. Zudem soll eine neue Brücke über den Flutgraben geschlagen werden, um die Verbindung zur Innenstadt zu verbessern", argumentiert Gand. Für ihn steht fest: "Es wäre schade, wenn das nebenan liegende Gelände weiterhin für den Bauhof genutzt würde."

Der Bauverein will das Quartier schrittweise sanieren. Wie Vorstand Bernd Schotten unlängst gegenüber der NGZ erklärte, werden zunächst acht Reihenhäuser durch einen drei Millionen Euro teuren Neubau mit 19 Wohnungen ersetzt.

(dhk)