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Grevenbroich: CDU-Abgeordnete für Kraftwerks-Erneuerung

Grevenbroich : CDU-Abgeordnete für Kraftwerks-Erneuerung

Die Erneuerung des Kraftwerksparks soll zügig und konsequent umgesetzt werden. Das forderten gestern die drei CDU-Landtagsabgeordneten Jörg Geerlings, Lutz Lienenkämper und Wiljo Wimmer bei einem Besuch im Tagebau Garzweiler. Die Politiker sind sich einig: Nordhrein-Westfalen habe als Deutschlands größer Produzent und Verbraucher von Energie eine besondere Verantwortung zu übernehmen. Das gelte für die Versorgungssicherheit wie auch für den Klimaschutz.

Lars Kuhlik, Leiter der Braunkohleplanung bei RWE Power, diskutierte mit den Landtagsabgeordneten aus dem Rhein-Kreis über die Perspektiven der Energiepolitik. Die Ereignisse im japanischen Atomkraftwerk Fukushima, so die Politiker, erforderten auch auf Landesebene ein Überdenken bisheriger energiepolitischer Positionen. Es müsse ein gesellschaftlicher Konsens angestrebt werden, wie man schneller als bisher geplant aus der friedlichen Nutzung der Kernenergie aussteigen und gleichzeitig saubere, sichere und bezahlbare Energie produzieren könne.

"Wer in einer solchen Situation jedoch wie die Minderheitsregierung in Nordrhein-Westfalen moderne Kohlekraftwerke wie etwa in Datteln zu verhindern versucht, der ist energiepolitisch ganz klar auf dem Holzweg", betonten Geerlings, Lienenkämper und Wimmer. Je schneller Anlagen wie Datteln und Neurath ans Netz gingen, "umso umweltfreundlicher könnte hier Strom erzeugt werden."

Wie der für Grevenbroich zuständige Landtagsabgeordnete Wiljo Wimmer von Lars Kulik erfuhr, bleibe der Standort Frimmersdorf für RWE auch nach dem Abschalten der alten 150-Megawatt-Blöcke noch interessant, perspektivisch wolle der Konzern ihn nicht aufgeben. Allerdings seien die nächsten Investitionsprojekte des Konzerns in Niederaußem geplant.

Das hatte RWE-Vorstandsvorsitzender Johannes Lambertz bereits im Dezember angekündigt. Noch in diesem Jahr soll das Genehmigungsverfahren für ein neues Kraftwerk mit einer Leistung von bis zu 2000 Megawatt eingereicht werden.

(NGZ)