Grevenbroich: Caritas-Kaufhaus zieht in den alten Baumarkt

Grevenbroich: Caritas-Kaufhaus zieht in den alten Baumarkt

Die "Alte Molkerei" hat einen neuen Eigentümer. Ob die dort residierende Caritas Mieter bleiben wird, steht noch nicht fest.

Der Caritas-Verband steht in Grevenbroich vor Veränderungen. Das Caritas-Kaufhaus ist in den früheren Wierichs-Baumarkt an der Bergheimer Straße - direkt am Bahnübergang - gezogen. Der Verkauf geht dort bereits weiter, auch wenn die Arbeiten noch nicht abgeschlossen sind - die offizielle Eröffnung ist für den 2. Februar vorgesehen. Veränderungen könnte es aber für die übrigen Angebote im Sozial-Zentrum an der Bergheimer Straße geben. Der Verband denkt über eine Verbesserung der Unterbringung nach, Entscheidungen sind laut Vorstand Norbert Kallen noch nicht gefallen.

Klar ist: Der vor rund einem Jahr beim Caritas-Verband angedachte Kauf der "Alten Molkerei" an der Bergheimer Straße ist vom Tisch. "Wir haben uns mit dem früheren Eigentümer nicht über den Preis einig werden können", erklärt Norbert Kallen. Der neue Eigentümer habe die Räume für das Caritas-Kaufhaus "zum Jahresende gekündigt". Die Räume sollen nun wieder vermietet werden - wer dort einzieht, stehe noch nicht fest, heißt es bei der Eigentümer-Firma, die nicht namentlich genannt werden möchte. Das ebenfalls im Erdgeschoss untergebrachte Steakhaus und das Sonnenstudio würden bleiben.

Beim Caritas-Verband hingegen stehen weitere Unterbringungsentscheidungen an. Der Verband habe die übrigen von ihm im Gebäude genutzten Räume gekündigt, erklärte ein Vertreter der Eigentümer-Firma auf Anfrage unserer Redaktion.

"Wir haben prophylaktisch gekündigt, weil für die Räume ein Jahr Kündigungsfrist besteht", erläutert dazu Norbert Kallen. "Wir überlegen jetzt, wie wir die Unterbringung verbessern können." Kallen betont, "Wir wollen unsere Angebote in Grevenbroich erhalten." Der Verband hat an der Bergheimer Straße eine Vielzahl von Einrichtungen zentral untergebacht. Im Untergeschoss ist die Fachberatung- und Kontaktstelle "FaKt" für Menschen mit besonderen sozialen Schwierigkeiten untergebracht, an anderen Stelle die Beratungsstelle für Frauen ("FrauKe"), die Schuldner- und Verbraucherinsolvenzberatung, die Wohnungslosenhilfe und mehr.

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"Das Gebäude an der Bergheimer Straße ist alt und verwinkelt. Wir sind bereits seit längerem dabei, über die Unterbringung nachzudenken", erklärt Norbert Kallen. Das sei auch der Grund für die Kauf-Überlegungen gewesen. "Es geht darum, wie wir die Bedingungen für unsere Klienten und Nutzer unserer Angebote neu gestalten können", sagt Kallen.

Vorteile sieht er auch durch den Umzug des Caritas-Kaufhauses in den früheren Baumarkt, in dem unter anderem bereits ein Fitnessstudio untergebracht ist. "Am bisherigen Standort hatten wir bereits seit einigen Jahren zu wenig Platz, auf der neuen Fläche stehen uns mehr als 1000 Quadratmeter zur Verfügung", schildert der Vorstand. "Das gibt uns auch die Möglichkeit, die angebotenen Möbel neu zu präsentieren." Die Angebotspalette soll wie bisher von Kleidung bis Haushaltswaren reichen.

Das Caritas-Kaufhaus ist zudem ein Beschäftigungsprojekt, dient der Integration. Langzeitarbeitslose Menschen werden durch die Arbeit im Kaufhaus wieder an Arbeit gewöhnt, werden qualifiziert - und erhalten auf diese Weise bessere Chancen, einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten zu können. Auch in Neuss betreibt die Caritas ein solches Kaufhaus.

(NGZ)
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