Cafe Kultus Grevenbroich verkauft Platten, Bücher, CDs, Mobiliar und ein Klavier

Umzugsbedingter Flohmarkt: Erster Trödelmarkt am Grevenbroicher Café Kultus

Vor dem jetzt anstehenden Umbau veranstaltet das Cafè Kultus seinen ersten Flohmarkt. Im Angebot sind haufenweise Bücher, Platten und Spiele, sogar einzelne Möbelstücke, diverse Gitarren und das Klavier stehen zum Verkauf bereit.

Das Café Kultus ist bekannt dafür, um gemütlich im Biergarten seine Drinks genießen und plaudern zu können, Billard zu spielen oder zu kickern. Und vor allem ist die Adresse bekannt für ihre Konzerte. Jetzt veranstaltet Kultus-Chef Stefan Wehlings den ersten Flohmarkt. Quasi nach dem Motto „Alles muss raus“ kommt so einiges unter den Hammer, was das Lokal am Marktplatz bislang kennzeichnete.

Cafe-Kultus-Chef Stefan Wehlings mit einem Stapel
Cafe-Kultus-Chef Stefan Wehlings mit einem Stapel aussortierter Bücher. Foto: Valeska von Dolega

„Wir ziehen bald um und können nicht alle Platten, CDs, Bücher und Spiele mitnehmen“, erklärt Stefan Wehlings die Aktion. Das gilt übrigens auch für einen großen Teil des Mobiliars und für viele Einrichtungsgegenstände. Denn während das eigentliche Kultus renoviert und barrierefrei aus- und umgebaut wird, geht es interimsweise und provisorisch ins Pop-Up-Kultus ein paar Schritte weiter. „Aber dort ist nicht so viel Platz“, außerdem soll das Café nach dem Umzug zurück an seine alte Stelle, was voraussichtlich im Juli 2019 der Fall sein wird, wo es, „ein neues Gesicht bekommen“ soll.

Bildbände über Punk-Legenden ebenso wie Belletristik
Bildbände über Punk-Legenden ebenso wie Belletristik wird für den Umzug im Kultus aussortiert. Foto: Valeska von Dolega

Es wird nicht stylish, aber eben „Kultus-mäßig frisch“, sagt Wehlings. Dafür gilt es, sich von einigem zu trennen. Beim ersten Trödel am Freitag, 17. August, sollen stapelweise CDs den Besitzer wechseln, auch die riesige Plattensammlung aus Vinyl wird aufgelöst. „Was ich auf gar keinen Fall abgebe, sind Platten der Bands, die bei uns aufgetreten sind“, sagt Wehlings. Nicht allein deshalb, weil „oft ganz besondere Erinnerungen“ mit den Tonträgern verbunden sind. „Ganz viele von den Bands produzieren in ganz kleiner Auflage. Solcher Schätze wegzugeben, würde bedeuten, sie „niemals wieder zu bekommen“.

Kultus-Chef Stefan Wehlings vorm Bild der
Kultus-Chef Stefan Wehlings vorm Bild der Gruppe Gorillaz, „das hoffentlich auch im neuen Cafe Kultus hängt“. Foto: Valeska von Dolega
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Ebenso wird das r Bücherregal leer geräumt und diverse Bildbände, die die Geschichte des Punks oder die Karriere von Gruppen wie den Rolling Stones oder Beatles dokumentieren, dann ebenso zum Verkauf angeboten wie Romane und Belletristik „Ein bisschen schwer ums Herz“, gibt Wehlings zu, wird ihm beim Gedanken an „das“ Klavier. Vor vier Jahren wurde es dem Kultus von einer Grevenbroicher Familie vor ihrem Umzug vermacht. Seinen Wert hat es nicht etwa, weil es teuer ist oder etwas Besonderes darstellte. „Es hat den ungestimmten Klang eines Western-Saloon-Pianos“, beschreibt Wehlings. Aber unzählige Hände haben darauf besondere Melodien geklimpert. Ebenso zum Verkauf stehen diverse Gitarren, sowohl akustische als auch elektrische. „Optimal“ seien die für Leute, die das Instrument erlernen wollen. Vielleicht, sagt Stefan Wehlings, selbst Gitarrist, gäbe es ja im Herbst wieder einen Gitarren-Workshop, „dafür sind die Gitarren dann richtig gut geeignet.“

Letztlich geht es nicht nur darum, mit möglichst wenig Gepäck umzuziehen oder vom Trödelerlös neue Dinge anschaffen zu können. „Es soll für alle ein schöner Abend werden.“ Deshalb können sich zum Mit-Trödeln auch andere anmelden. Bei gutem Wetter wird drinnen und draußen getrödelt, zur musikalischen Untermalung wird „Obskures“ erklingen. „Das ist zum Beispiel Beat-Musik aus Vietnam, damals extra aufgenommen für die GIs“.