1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Café für Stadtparkinsel

Grevenbroich : Café für Stadtparkinsel

Die Stadtparkinsel mit Bibliothek, Versandhalle, Auerbach- und Waagehaus ist ein kulturelles Zentrum der Stadt; der Park als Freizeit-Oase beliebt. Mehr Attraktivität soll ein Café im Waagehaus bringen, so ein Plan des Kunstvereins.

Der Kunstverein um seinen Vorsitzenden Professor Hans Rainer Willmen will sich für den Stadtpark stark machen — zumindest als Ideengeber. Die jüngsten Anwohner-Beschwerden über Party-Müll auf der Stadtparkinsel sind für den Kunstbegeisterten Grevenbroicher der Anlass, sich über die beliebte "grüne Lunge" der Stadt Gedanken zu machen. "Wir müssen etwas für den Stadtpark tun", sagt Willmen. Eine Idee: ein Café im Waagehaus auf der Stadtparkinsel zu eröffnen.

Im Stadtpark hat der Kunstverein bereits vielfältige Spuren hinterlassen. So pflegen die Mitglieder die markante Blitz-Skulptur "Permanent Lightning", für die Thomas Stricker den Kunstpreis NRW der Spardabank erhalten hatte. Auch mit einem "Wundergarten des Lichts" hatten die Kunstbegeisterten 2008 Akzente gesetzt und den Stadtpark in einen Besucher-Magneten verwandelt — eine Aktion, die der Verein laut Willmen "auch gern wiederholen würde".

Wie kann der Stadtpark noch attraktiver werden? Auf diese Frage hat der Kunstverein die Antwort: "Mit einem Café im Waagehaus". "Ein gastronomisches Angebot fehlt im Stadtpark", ist der ehemalige Chef des Kreiskrankenhauses Grevenbroich überzeugt. Spaziergänger, die an Nachmittagen oder einem Wochenende durch den Park flanierten, vermissten oft einen Ort, um eine Pause zu machen. "Besonders die Stadtparkinsel biete eine idyllische Atmosphäre. Ein Café im Waagehaus, mit einer Terrasse als Erweiterung oder einen Wintergarten wäre eine absolute Bereicherung", so der Kunstvereins-Chef. Einziger Knackpunkt: Die bisher dort untergebrachten Mitarbeiter der Volkshochschule müssten in ein anderes städtisches Gebäude umziehen.

Die Mitglieder des Kunstvereins als Café-Betreiber? Willmen winkt ab: "Nein, dazu haben wir nicht die finanziellen Möglichkeiten. Dazu brauchen wir einen Investor mit Gastronomie-Erfahrung." Doch vom Erfolg eines solchen gastronomie-Angebots ist der Grevenbroicher überzeugt: "Die Lage auf der Stadtparkinsel, ein Blick auf die Schwäne, Enten und den Stadtpark — dafür begeistern sich nicht nur Senioren."

Ein Projekt, für das sich die Stadt engagieren könnte? Andreas Sterken, Pressesprecher der Stadt, sagt zu den Plänen: "Wir begrüßen generell alles, was die Stadt touristisch weiterbringt." Doch finanziellen Spielraum sieht er bei der Haushaltssicherungskommune nicht. — Den kann auch Robert Jordan, zuständig für Stadtmarketing und Tourismus, nicht ausmachen. "Diese Idee eines Cafés im Stadtpark ist zwar nicht neu, aber trotzdem gut. Das ist nur mit einem Investor möglich; außerdem müsste die Politik die Weichen stellen."

(NGZ)