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BUND bringt alte Obstsorten zurück nach Grevenbroich

Pflanz-Aktion auf der Apfelwiese im Gartenschau-Gelände : BUND bringt alte Obsorten zurück nach Grevenbroich

Sie wurden vor vielen Jahrzehnten in Grevenbroich gezüchtet und gerieten mit der Zeit in Vergessenheit. Der BUND hat sich einige Nachzuchten alter Obstsorten gesichert, um sie im Landesgartenschau-Gelände in die Erde zu setzen.

Eigentlich galt die „Grevenbroicher Knorpelkirsche“ als ausgestorben. Dann wurden doch noch einige wenige Exemplare entdeckt und nachgezüchtet. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) hat diese alte Obstbaumsorte am Wochenende zurück in ihre Heimat gebracht und sie auf der Apfelwiese im Gartenschau-Gelände in die Erde gesetzt.

Es blieb nicht nur bei der Kirsche: Insgesamt wurden zehn junge Bäume gepflanzt, von denen die meisten buchstäblich ihre Wurzeln in der Schlossstadt haben. Beispielsweise die Apfelsorte „Henzens Parmäne“, die vom Ingenieur Diedrich Uhlhorn (1843–1915) gezüchtet wurde, oder „Fey’s Rekord“ aus der Plantage des Elsener Oberpfarrers Conrad Henzen (1801–1888).

„Die Obstbäume haben wir über die Biologische Station des Rhein-Kreises erhalten, mit der wir seit einigen Jahren eine enge Kooperation pflegen“, sagt Rolf Behrens vom BUND. Die Naturschützer kümmern sich bereits seit 2008 um die Bäume auf der Apfelwiese. Ihr Ziel: Sie wollen dort den Gen-Pool alter rheinischer Sorten erhalten und für die nachfolgenden Generationen konservieren. „Die Früchte sind sehr verträglich, besonders bei Menschen, die unter Allergien leiden“, sagt Rolf Behrens.

Künftig will der BUND die Apfelwiese zusätzlich mit insektenfreundlichen Planzen ausstatten.

(wilp)