Schützenfest in Grevenbroich 2018: Die jüngsten Regenten im Grevenbroicher Schützenregiment

Schützenfest in Grevenbroich : Die jüngsten Regenten im Regiment

Jan Pesch holte sich mit 22 Treffern den Königstitel der Edelknaben. Mit 28 Ringen wurde Noah Kerkhoff Majestät der Jugendschützen.

Jan Pesch ist der jüngste Regent im Regiment. In den Pfingstferien holte er sich den Titel des Edelknabenkönigs. Und das buchstäblich in letzter Minute.

Am Tag des Wettbewerbs kam Jan mit seinen Eltern nämlich von einem Kurzurlaub aus London zurück. Die Reise mit dem Eurostar von London nach Brüssel klappte hervorragend, auch die Weiterfahrt mit dem ICE nach Köln. Nur der Regional-Express nach Grevenbroich blieb stecken. Und ab da wurde es hektisch, denn die Edelknaben waren zu dieser Zeit schon am „Evita Beach“, um ihren König zu ermitteln. Und Jan hätte diesen Titel gerne gehabt – war es doch die letzte Chance des Viertklässlers der Grundschule St. Joseph, bevor er 2019 die Jungschützen verstärkt.

Endlich am Grevenbroicher Bahnhof angekommen, war kein Taxi zu bekommen. Jan machte sich mit seinem Vater zu Fuß auf den Weg zum „Beach“, während die Mutter auf den Koffern erst einmal sitzen blieb. Das Schießen der Edelknaben war fast schon vorbei, als Jan Pesch eintraf. Und während der Vater schon wieder auf dem Rückweg war, holte der Zehnjährige mit 22 Treffern ein Traumergebnis und wurde König der Jüngsten. „Et hät noch immer joot jegange“, zitiert Edelknaben-Chef Ulrich Herlitz das „rheinische Grundgesetz“.

Als Jungschützenkönig agiert in diesem Jahr Noah Kerkhoff. In royalen Dingen kann er schon einigen an Erfahrung beisteuern. Immerhin war er 2012 mit acht Jahren schon einmal Edelknabenkönig. Damals noch in der katholischen Grundschule in Grevenbroich, gehört er zum neuen Schuljahr der Jahrgangsstufe 9 der Wilhelm-von-Humboldt-Gesamtschule an.

Schon als Edelknabenkönig hatte Noah den Schalk im Nacken. Seine Königsrede trug er locker vor und beendete sie mit Victory-Zeichen und einer kleinen Einlage „Headbanging“. Harte Musik hat es dem 14-Jährigen angetan. Begonnen mit Gitarrenunterricht in der Jugendmusikschule, spielt er gleich in zwei Bands E-Gitarre, Schlagzeug und Bass. Zum einen in der Schulband der Humboldt-Gesamtschule, zum anderen in seiner Gruppe „Whatever“. Noahs Vorbilder sind „AC/DC“ und „Guns ’n’ Roses“.

Beim Königsschießen der Jugendschützen holte sich der 14-Jährige mit drei Schuss insgesamt 29 Ringe – eine tolle Leistung. Wobei der Wettkampf durchaus eng war, denn Gabriel Erkes folgte ihm mit 28 Ringen dicht auf den Fersen. Die Jugendschützen sind schon jetzt gespannt darauf, wie der König in diesem Jahr seine Rede halten wird – und ob es wieder einmal eine Art Hardrock-Einlage geben wird.

(NGZ)
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