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Grevenbroich: Bürger werden zum Stadt-Leitbild befragt

Grevenbroich : Bürger werden zum Stadt-Leitbild befragt

Grevenbroicher sollen sagen, wie sie sich die Stadt 2030 vorstellen. Die Befragung startet morgen, Klaus Krützen hofft auf große Beteiligung.

Wie soll die Stadt im Jahr 2030 aussehen, welche Handlungsschwerpunkte von der Schaffung neuen Wohnraums bis zur Verkehrsplanung sollen gesetzt werden - bei diesen Fragen können die Grevenbroicher jetzt mitreden. Ab morgen läuft bis zum 13. Mai eine Bürgerbefragung der Stadt. Sie ist Bestandteil der Arbeit am Leitbild für Grevenbroich. Mit der Moderation und Begleitung des rund einjährigen Prozesses hat die Stadt für 33.000 Euro die Kommunal-Agentur NRW (KoPart eG) beauftragt.

"Wir wollen die Erstellung des Leitbildes auf eine möglichst breite Basis stellen, die Grevenbroicher sollen mitreden können", betont Bürgermeister Klaus Krützen, der auf einen Rücklauf von "um die 5000 Fragebögen" hofft. KoPart hatte einen ersten Entwurf für den Fragenkatalog vorgelegt, "der in mehreren Bearbeitungsgängen überarbeitet wurde", wie Krützen erklärt. Verwaltung und Vertreter der Fraktionen hätten mitgewirkt - auch Lehrer, um Formulierungen für junge Menschen zu finden.

Rund zehn Minuten Zeit soll die Beantwortung der 14 Fragen beanspruchen. Neun beziehen sich auf Angaben wie Alter oder der Stadtteil, in dem der Befragte lebt. Gefragt wird zudem, was in der Stadt wie gut gefällt - vom Arbeitsplatzangebot über Bus- und Bahnanbindung bis zu Freizeitmöglichkeiten reicht die Palette. Außerdem ist die Bürgermeinung gefragt, in welchen Bereichen er wie großen Handlungsbedarf sieht: von der Sauberkeit im Stadtbild über Sicherheit, bezahlbaren Wohnraum und Ärzteversorgung bis zu Einkaufsmöglichkeiten und Jugendangebote. Gefragt wird auch, wo welche Waren gekauft werden - in der City, im Stadtteil, außerhalb der Stadt oder online. Der Fragebogen kann ab Samstag auf der städtischen Homepage www.grevenbroich.de herunter geladen werden, zudem führen ein Link und ein QR-Code von dort zum 14-seitigen Bogen. Als Papierversion ist dieser in rund 20 Ausgabestellen im Stadtgebiet erhältlich. Zudem wird er in den weiterführenden Schulen verteilt. Bis zum 13. Mai können die ausgefüllten Bögen an den Ausgabestellen zurückgegeben oder in die Außenbriefkästen aller Schulen (Ausnahme: Erich-Kästner-Schule) eingeworfen werden.

Die Befragungsaktion ist nur ein Teil der Leitbild-Arbeit im Rathaus und bei KoPart. Berücksichtigt werden laut Krützen auch Materialien wie Niederschriften der Stadtteilgespräche, Dorfentwicklungspläne, der Demografiebericht und die Dokumentation des Stadtteilentwicklungskonzepts (ISEK).

So geht es weiter: Nach Auswertung der Fragebögen soll es voraussichtlich am 28./29. September - während des "Cityherbstes" - eine "Zukunftskonferenz" geben, in der die Ergebnisse der Befragung vorgestellt und gewichtet werden. Zusammen mit den übrigen Arbeiten und den Vorstellungen der Politik soll bis Jahresende das Leitbild erstellt werden, das der Rat beschließt. Krützen versichert, dass die von den Bürgern bei der Befragung gesetzten Schwerpunkte sich darin wiederfinden sollen.

(NGZ)