1. NRW
  2. Städte
  3. Grevenbroich

Grevenbroich: Bürger verärgert über Freibad-Saisonschluss

Grevenbroich : Bürger verärgert über Freibad-Saisonschluss

Manfred Bonn kann es nicht verstehen: "Am Wochenende war bestes Freibad-Wetter. Tausende strömten nach Kaarst und an den Unterbacher See in Düsseldorf. Und in Grevenbroich? Da ist schon wieder alles vorbei."

Der Noithausener hat früher selbst oft das Freibad genutzt, auch Kinder und Enkel kamen dorthin zum Baden. Dass man nicht flexibel auf schönes Wetter reagiert, das ärgert Bonn: "Das kann ich nicht nachvollziehen. Und dann wundert man sich über wenig Besucher."

Es sehe fast so aus, als brauche die Stadt diese Einnahmen nicht. Im Grevenbroicher Freibad war in diesem Jahr am 2. September Schluss. Nach der Grundreinigung konnten die Schwimmer wieder ins Hallenbad — unabhängig davon, dass nochmals Freibad-Wetter angesagt war.

Bereits die Hitzewelle in den vergangenen Wochen hatte die Besucher ins Freibad strömen lassen — allein bis zum 28. August kamen rund 29 000 Open-Air-Schwimmer. Für die Wirtschaftsbetriebe Grevenbroich (WGV) als Betreiber des Bades eigentlich eine zufriedenstellende Bilanz, die noch etwas besser hätte ausfallen können. Doch nach dem ersten September-Wochenende war Schluss im Grevenbroicher Freibad — anders als in Städten, die sich den krönenden Abschluss der Saison nicht entgehen lassen wollten.

Viele Grevenbroicher nutzten das warme Wochenende daher und machten sich zum Schwimmen auf den Weg in andere Bäder. Einige hadern wie Manfred Bonn mit der Entscheidung, das Bad am 2. September zu schließen. WGV-Geschäftsführer Rainer Baumgardt erklärt die Entscheidung mit Blick auf den Wetterbericht: "Als wir die Entscheidung getroffen haben, war nicht abzusehen, dass es noch einmal ein solch warmes Wochenende in diesem Jahr gibt."

Dass die WGV das Bad nicht einfach kurzerhand wieder öffneten, erklärt Baumgardt mit Blick auf die Wasseraufbereitung. "Diese benötigt einige Tage Vorlauf. Zudem hätten wir das Wasser noch vom Gesundheitsamt prüfen lassen müssen. Das geht nicht mal eben so."

(NGZ/rl)