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Grevenbroich: Brutaler Raub: Jetzt soll "XY"-Fahndung helfen

Grevenbroich : Brutaler Raub: Jetzt soll "XY"-Fahndung helfen

Die Neusser Polizei erhält Hilfe von den Fernsehzuschauern. Am Mittwoch, 9. Mai, greift ZDF-Moderator Rudi Cerne einen Grevenbroicher Fall auf und bittet in der Sendung "Aktenzeichen XY " um Hilfe. Kriminalhauptkommissar Erik Jörg erläutert einen brutalen Überfall auf eine Seniorin, der Mitte Dezember 2010 im Stadtzentrum begangen worden war.

Die Unbekannten schlugen das 65-jährige Opfer zunächst bewusstlos, erbeuteten zwei Scheckkarten und flüchteten dann mit dem Auto der Frau. An die Tat kann sich die Rentnerin bis heute nicht erinnern.

Keine Täterbeschreibung

Wann die Räuber in der Nacht zum Sonntag, 12. Dezember 2010, in das Haus in der Straße "Im Bend" eingedrungen sind, ist unbekannt. Fest steht, dass sie ein Fenster einschlugen und sich so Zugang zu der Wohnung der 65-Jährigen verschafften. Dort trafen sie auf die Seniorin, die zur Tatzeit alleine war. Nach Ermittlungen der Polizei haben die Unbekannten die Grevenbroicherin zunächst geschlagen und anschließend das komplette Haus nach Wertsachen durchsucht. Dabei fielen ihnen zwei Scheckkarten und ein Mobiltelefon in die Hand. Außerdem erbeuteten sie einen Autoschlüssel, mit dem sie den Skoda Fabia (Kennzeichen: NE-KD 600) der Frau aus der Garage holten, um ihn als Fluchtwagen zu nutzen.

Erst am Sonntagvormittag, gegen 9.20 Uhr, informierte das 65 Jahre alte Opfer beim Anblick ihrer verwüsteten Wohnung eine Verwandte. Wenig später waren Polizei und Rettungskräfte vor Ort. Die Seniorin wurde in ein Krankenhaus gebracht. Dort stellten die Ärzte einen Gedächtnisverlust fest, der offenbar durch die traumatischen Erlebnisse in der Nacht hervorgerufen wurde. Die Frau wurde anschließend von Spezialisten der Dienststelle "Opferschutz" betreut.

Eine Personenbeschreibung der Flüchtigen liegt der Polizei nicht vor. Deshalb hoffen die Ermittler jetzt, über die ZDF-Sendung Hinweise zu erhalten. Sachdienliche Informationen nimmt das Aufnahmestudio am Sendeabend, 9. Mai, zwischen 20.15 und 23 Uhr unter Tel. 089 950195 entgegen. Hinweise an die Polizei unter Tel. 02131 3000.

(NGZ)