Breitband-Ausbau in Grevenbroich

Breitband-Ausbau in Grevenbroich läuft: 15.000 Haushalte surfen schnell im Internet

Glasfaserausbau kommt in der Stadt gut voran. Die meisten sind mit 100 Mbit/s und schneller unterwegs.

Die Aktivitäten des Unternehmens Deutsche Glasfaser sind im Stadtgebiet nahezu abgeschlossen. Das teilte am Donnerstag Stadtsprecher Stephan Renner mit. Der Ausbau mit Internet-Geschwindigkeiten ab 100 Megabit pro Sekunde (Mbit/s) läuft derzeit noch in den Orten Allrath und Barrenstein, dort werden nach Auskunft der städtischen Wirtschaftsförderung noch vereinzelt Hausanschlüsse ergänzt. Zudem läuft aktuell im Industriegebiet Ost der Ausbau der Business-Anschlüsse für Unternehmen.

„Insgesamt werden zurzeit 3000 Glasfaser-Anschlüsse eingerichtet, davon 30 im Gewerbegebiet“, sagte Stephan Renner. Etwa über 80 Prozent der Kunden der Deutschen Glasfaser hätten sich für das Basis-Produkt mit 100 Mbit/s Up- und Download entschieden.

Parallel dazu treibt die Deutsche Telekom den Ausbau mit Geschwindigkeiten ab VDSL 50/100 in Grevenbroich voran. „Sie ist zurzeit in Hülchrath, Neukirchen und Langwaden sowie an vereinzelten Standorten in Kapellen und Wevelinghoven tätig“, betonte Renner. Darüber hinaus wird die Telekom auch ihre Fühler in Richtung Stadtzentrum ausstrecken, auch dort ist ein Ausbau geplant.

  • Grevenbroich

Eine gute Internetversorgung gehört heute zu den klaren Standortfaktoren und -vorteilen einer Kommune, sagen die Grevenbroicher Wirtschaftsförderer. Das sei so selbstverständlich wie ein Wasser-, Gas- und Stromanschluss. Mit dem derzeitigen Stand der Breitbandversorgung zeigt sich die Stadtverwaltung zufrieden. In rund 15.000 von über 17.000 Haushalten kann mit Geschwindigkeiten von 100 Mbit/s und mehr gesurft werden.

Es gibt aber noch einige „weiße Flecken“ im Stadtgebiet. Zu diesen Ausbaugebieten gehören unter anderem der kleine Ort Busch bei Hemmerden, der Bereich „Am Gather Hof“ in Wevelinghoven und das Dorf Gubisrath. Die Stadt hofft darauf, dass diese Lücken mit Hilfe eines Förderprogramms der Bundesregierung geschlossen werden kann. Der Rhein-Kreis hat eine Gesamtfördersumme von 7,9 Millionen Euro in Aussicht gestellt bekommen, die voraussichtlich ab dem nächsten Jahr für den Breitband-Ausbau in den acht Städten und Gemeinden genutzt werden kann. Damit soll schnelles Internet im ländlichen Bereich – also in Gewerbe, Wohn- und Mischgebieten, aber auch in 129 Schulen – ermöglicht werden. Geplant sind Glasfaseranschlüsse mit Surf-Geschwindigkeiten ab 50 Megabit bis hin zu einem Gigabit pro Sekunde.

Die Stadt ist dem Ziel einer flächendeckenden Breitbandversorgung einen großen Schritt näher gekommen. Die Herausforderung sei dabei gewesen, ohne den Zuschuss städtischer Finanzmittel eine möglichst große Verbesserung zu erzielen. Dies sei auch dem Engagement von Bürgerinitiativen, Vereinen und anderen Multiplikatoren zu verdanken, die den Ausbau unterstützten.

(wilp)