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Grevenbroich: Brandanschlag auf Allrather Tuning-Werkstatt

Grevenbroich : Brandanschlag auf Allrather Tuning-Werkstatt

Hat der Feuerteufel wieder in Allrath zugeschlagen? Diese Frage stellt sich Peter Craemer (54). In seinem Gebäude an der Kölner Landstraße ist ein Brand gelegt worden – gleich neben einem 3000-Liter-Tank mit Flüssiggas.

Hat der Feuerteufel wieder in Allrath zugeschlagen? Diese Frage stellt sich Peter Craemer (54). In seinem Gebäude an der Kölner Landstraße ist ein Brand gelegt worden — gleich neben einem 3000-Liter-Tank mit Flüssiggas.

Der Vorfall liegt bereits eine Woche zurück, er wurde erst gestern öffentlich bekannt. Wie Peter Craemer schildert, hat sich irgendjemand in der Nacht zum vergangenen Donnerstag an die Rückseite des Werkstatt-Gebäudes geschlichen, um dort einen ehemaligen Versorgungsschacht aufzustemmen. "Durch das Loch wurde ein Brandbeschleuniger, vermutlich Benzin, befördert und anschließend angezündet", erklärt der 54-Jährige. Es kam zu einem Schwelbrand, der großen Schaden in dem hinter der Wand liegenden Ersatzteillager einer Tuning-Werkstatt anrichtete, in der zur Tatzeit ein hochwertiger Porsche 911 Turbo stand.

"Zum Glück ist es nicht zu einem richtig großen Feuer gekommen", sagt Craemer und meint: "Ich möchte mir nicht vorstellen, was passiert wäre, wenn das Gebäude komplett in Brand geraten wäre." Vor der Werkstatt steht nämlich eine Tankstelle mit einem großen Vorratstank für Flüssiggas. "Laut TÜV ist der Behälter sicher. Trotzdem hat man bei einem Feuer natürlich die Angst, dass da etwas in die Luft fliegen könnte", erklärt Craemer. Der Schwelbrand ist vom Lager in einen Nebenraum durchgeschlagen, der die Elektrik der Gas-Tanke lahmlegte. Seit gestern ist sie aber wieder am Netz.

Die Schadenshöhe kann zurzeit nicht beziffert werden, das Gutachten eines Sachverständigen steht noch aus. Für Peter Craemer steht fest: "Da hat irgendjemand skrupellos in Kauf genommen, dass hier etwas Größeres passiert. Denn gleich nebenan liegen ein Lager für Reifen und ein Kiosk, die einem Feuer auch hätten zum Opfer fallen können", betont der Allrather.

Wie Polizeisprecherin Diane Drawe erklärt, wird Brandstiftung von den Ermittlern nicht ausgeschlossen: "Hinweise auf Beschleuniger haben wir nicht gefunden", sagt sie. Ein Zusammenhang zur Brandserie rund um Barrenstein und Allrath will sie nicht herstellen: "Das wäre spekulativ."

Seit März geht der Feuerteufel um. Gewächshäuser, Reifenstapel, Schuppen, Stroh und landwirtschaftliche Hallen fielen ihm zum Opfer, der Schaden geht mittlerweile in die Millionenhöhe.

(NGZ)