Grevenbroich: BoA-Kraftwerk liefert bereits Strom ans Netz

Grevenbroich: BoA-Kraftwerk liefert bereits Strom ans Netz

Die Dampfschwaden aus den Kühltürmen der BoA-Blöcke in Neurath werden größer. Das neue Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 2200 Megawatt hat bereits Strom ins Netz eingespeist – das erklärte gestern Manfred Lang, Sprecher von RWE Power, auf Anfrage der NGZ.

Die Dampfschwaden aus den Kühltürmen der BoA-Blöcke in Neurath werden größer. Das neue Kraftwerk mit einer Gesamtleistung von 2200 Megawatt hat bereits Strom ins Netz eingespeist — das erklärte gestern Manfred Lang, Sprecher von RWE Power, auf Anfrage der NGZ.

"Zurzeit läuft die heiße Inbetriebnahmephase, es werden Systeme und die Regelung der Anlagen optimiert", sagte Lang. "Ein Kraftwerk ist nicht mit einem Auto zu vergleichen, das vom Fließband läuft und schnell losfahren kann. Es handelt sich vielmehr um eine Vielzahl komplexer Anlagen und Regelkreise, die justiert und aufeinander abgestimmt werden müssen."

Eine Inbetriebnahme-Mannschaft mit rund 30 RWE-Mitarbeitern sorgt jetzt für den letzten Feinschliff — von der Turbine über den Generator bis zu den Kühlwegen und zur Rauchgasanlage. Hinzu kommen Mitarbeiter der Herstellerfirmen. Längst beliefern die Züge der Werkbahn den gewaltigen Kohlebunker, brennt in den Kesseln das Kohlefeuer. "Je nach Fahrweise der Anlagen wurde dabei auch Strom produziert", so Lang.

Rund fünfeinhalb Jahre sind seit dem offiziellen Baustart im Januar 2006 vergangen. Entgegen früherer Pläne ist Block "Gustav" weiter im Zeitplan. Der schwere Unfall mit drei Toten 2007 hatte zu Verzögerungen beim zweiten Block geführt. Mittlerweile sind aber auch über dem Kühlturm von "Friedrich" kräftige Dampfschwaden zu sehen.

Große Schornsteine fehlen bei den Blöcken: "Nach der Entstaubung und Rauchgasreinigung werden die Rauchgase in den Kühlturm geleitet und entweichen mit dem Wasserdampf in die Atmosphäre", erläutert der RWE-Sprecher.

(NGZ/rl)
Mehr von RP ONLINE