Grevenbroich: Bluthochdruck lässt sich gut behandeln

Grevenbroich : Bluthochdruck lässt sich gut behandeln

In Grevenbroich fand das letzte von sechs Herz-Seminaren statt. Insgesamt kamen über 1.400 Besucher zu der Veranstaltungsreihe. Fünf Fachärzte informierten über Bluthochdruck, Diabetes und erhöhtes Cholesterin.

Bluthochdruck, Diabetes und ein erhöhtes Cholesterin lassen sich mit einem gesunden Lebensstil und Medikamenten gut behandeln. Doch unbehandelt können sie zum Herzinfarkt führen, zum Schlaganfall oder plötzlichen Herztod. Wie man sich schützen kann und welche Therapien es gibt, erläuterten fünf Experten vor rund 100 Zuhörern, die zum Herz-Seminar in den großen Sitzungssaal des Kreishauses gekommen waren.

Die Deutsche Herzstiftung hatte die bundesweiten Herzwochen unter das Motto "Herz unter Stress" gestellt, und die Redaktion unserer Zeitung beteiligt sich inzwischen zum zehnten Mal an der Aufklärungskampagne. Moderiert wurde die Expertenrunde von Ruth Wiedner-Runo, Redakteurin unserer Zeitung. Landrat und Schirmherr Hans-Jürgen Petrauschke freute sich in seinem Grußwort darüber, dass sich so viele Besucher über dieses wichtige Thema informieren.

Warum Bluthochdruck, Diabetes und ein erhöhtes Cholesterin so gefährlich sind, erläuterte Dr. Dirk Krause, Oberarzt am Neusser Lukaskrankenhaus: "Sie können gravierende Folgen verursachen, wenn sie unbehandelt bleiben. Sie werden auch die 'stillen Killer' genannt, weil man sie häufig erst bemerkt, wenn sie schon Schäden an den Organen verursacht haben", warnte er die interessierten Zuhörer.

Bluthochdruck kann zu einer Herzmuskelschwäche oder einem Schlaganfall führen oder die Nierenfunktion beeinträchtigen. Diabetes zerstört auf Dauer die Blutgefäße im gesamten Organismus und kann ebenso wie das "schlechte" LDL-Cholesterin Arteriosklerose, also eine Verengung der Blutgefäße durch Ablagerungen, verursachen, die ebenfalls zu einem Herzinfarkt oder Schlaganfall führen kann.

Dass dieses Schicksal nicht unausweichlich ist, erläuterte Dr. Rainer Budde, niedergelassener Kardiologe aus Grevenbroich. Er appellierte an die Besucher, ihren Lebensstil zu ändern, sich regelmäßig zu bewegen, abzunehmen, das Rauchen aufzugeben und Stress zu minimieren. Darüber hinaus stellte er Medikamente gegen die stillen Killer vor. Doch was tun, wenn der Blutdruck trotzdem nicht runter geht? "Dann müssen andere Grunderkrankungen wie Hormonstörungen oder eine Schlafapnoe in Betracht gezogen werden", erläuterte Dr. Carlos Correia de Freitas, Oberarzt am Lukaskrankenhaus. Mit Dr. Wibke Reinhardt referierte er über innovative Behandlungsmethoden bis hin zur Transplantation der Bauchspeicheldrüse.

Zuvor hatte Professor Michael Haude, Chefarzt am Lukaskrankenhaus, die Deutsche Herzstiftung vorgestellt, die mit nicht weniger als 98.000 Mitgliedern die größte Patientenorganisation auf dem Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist. In Grevenbroicher Kreishaus auf der Schanze fand nun die letzte von sechs Veranstaltungen statt; insgesamt kamen über 1400 Zuhörer zu der Vortragsreihe.

Organisiert hat sie Günter Kopp als ehrenamtlicher Beauftragter der Deutschen Herzstiftung. Das Thema für die nächsten Herzwochen steht auch schon fest: "Ab dem kommenden Herbst wird sich alles um die Herzschwäche drehen", verriet Michael Haude.

(NGZ)
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