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Blaue Tonne in Grevenbroich: Altpapier-Abfuhr nach Jüchener Vorbild?

Blaue Tonne in Grevenbroich : Papier-Abfuhr künftig nach Jüchener Vorbild?

Die EGN würde Altpapier gern alle zwei statt wie bisher alle drei Wochen abholen. Die Stadt Grevenbroich sieht keinen Bedarf. Bürger dürfen überschüssiges Altpapier nicht mehr neben die Tonne stellen.

Online bestellt, ausgepackt, gefreut – aber wohin mit dem leeren Karton? In Zeiten des Online-Shoppings füllen sich durch die Verpackungen auch die blauen Papier-Tonnen der Grevenbroicher deutlich schneller als noch vor einigen Jahren. Pappe, die nicht in den Behälter passt, können Bürger aber nicht mehr wie früher einfach neben die Tonne stellen: Was nicht ins Gefäß passt, wird auch nicht mehr abgeholt. Weil die Nachbarstadt Jüchen sich mit dem Entsorger Schönmackers jüngst auf eine Altpapier-Abfuhr im Rhythmus von zwei Wochen geeinigt hat, drängt sich die Frage auf: Geht das auch in Grevenbroich? Hier werden die Papier-Tonnen von der Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) nur alle drei Wochen geleert.

„Wir würden gerne zweiwöchentlich fahren“, sagt EGN-Fuhrpark-Chef Andreas Hirschfelder. Grevenbroich sei die einzige Kommune, die das Unternehmen beim Altpapier nur alle drei Wochen ansteuert. Bei einem Zwei-Wochen-Rhythmus „würde sich aber die Anzahl der Abfuhren von derzeit 18 auf 26 erhöhen und entsprechend teurer werden“, sagt Hirschfelder. Seitens der Stadt sei aber keine Abfuhr in kürzeren Abständen geplant. Rathaus-Sprecher Lukas Maaßen bestätigt: Aktuell sei keiner schnellerer Takt vorgesehen. „Bislang sind uns keine Probleme bekannt.“ Auch habe die Stadt von Bürgern keine Beschwerden erhalten.

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Einige Grevenbroicher müssen allerdings regelmäßig stopfen, um alles an Altpapier und Pappe in ihre Tonne zu bekommen. In Kommunen wie Dormagen gibt es zusätzlich zur normalen Papier-Abfuhr jeden ersten Samstag im Monat die Möglichkeit, Altpapier und Pappe auf sechs Kirmesplätzen loszuwerden, wie Andreas Hirschfelder erklärt. In Grevenbroich gibt es so ein Angebot nicht. Allerdings könnten Bürger hier schneller Deponien ansteuern: etwa die in Neuenhausen oder die in Neuss-Grefrath. Dort wird Pappe in haushaltsüblichen Mengen kostenfrei angenommen.

(cka)