Grevenbroich: Blaue Reflektoren warnen Wild

Grevenbroich: Blaue Reflektoren warnen Wild

Nach Unfällen mit Tieren montierte der Rhein-Kreis die Warner an der K 27.

Seit einigen Tagen sind sie an den Leitpfosten entlang der Kreisstraße bei Langwaden montiert - rechteckige blaue Reflektoren. Die Aufgabe der Apparaturen: Sie sollen Reh und Co. vor dem Autoverkehr warnen.

Den Anstoß zu der Zusatzausstattung an den Pfosten gab Tierfilmer Helmut Sütsch aus Langwaden. "In den vergangenen Wochen wurde mir von vermehrten Unfällen bei Langwaden berichtet, bei denen Wildtiere, unter anderem Rehe, Füchse und Wildschweine, getötet wurden." Handelt es sich um ein Alt-Tier, macht sich der 66-Jährige auch schon mal auf die Suche, ob irgendwo etwa in einem Fuchsbau verwaiste Jungfüchse sitzen und Hilfe brauchen.

Helmut Sütsch wandte sich an Bertram Graf von Nesselrode, der CDU-Kreistagsabgeordnete und zudem Landbesitzer an einem Teil der K 27 ist. Die muss seit September während der L 142-Sanierung als Umleitungsstrecke deutlich mehr Verkehr aufnehmen. Graf von Nessrode vermutet, dass dadurch auch mehr Tiere dem Verkehr zum Opfer fallen. Helmut Sütsch schlug die Montage der blauen Wildwarnreflektoren vor.

"Staatsförster Theo Peters hat damit in Dormagen gute Erfahrungen gemacht. Daran erinnerte sich das Ehepaar Sütsch. Werden die kleinen Geräte von Scheinwerfern angeleuchtet, soll das blaue, reflektierte Licht die Tiere zurückschrecken, die Straße zu betreten. Graf von Nesselrode wandte sich an den Rhein-Kreis Neuss. Der wartete nicht lange und montierte jetzt die Warner. "Wir setzen sie punktuell in Straßenbereichen ein, an denen es vermehrt zu Wild-Unfällen kommt", erläutert Tiefbauamtsleiter Arndt Ludwig beim Kreis. In der Regel würden die Reflektoren von Jagdpächtern montiert und unterhalten. "Wegen des starken Verkehrs zurzeit auf der K 27 haben wir sie dort aber nicht von anderen, sondern von eigenem Personal montieren lassen", erklärt der Tiefbauamtsleiter.

Eigentlich sollten gestern auch die Arbeiten an den Banketten und Fahrbahnränder auf der Kreisstraße 27 anlaufen, der während der Umleitung enorm gestiegene Verkehr - unter anderem rollen dort zahlreiche schwere Lastwagen - hat die Straße schwer in Mitleidenschaft gezogen. Doch wegen der Kälte sind diese Arbeiten zurzeit nicht möglich. Das Tiefbauamt geht davon aus, dass sie sich um etwa eine Woche verschieben werden.

(NGZ)