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Grevenbroich: Bläck Fööss in Hochform

Grevenbroich : Bläck Fööss in Hochform

Die Bläck Fööss begeistern beim Kloster-Jubiläum: Über 2000 Besucher waren nach Langwaden gekommen, um mit der Kultband bis in den Morgen zu rocken. Kritik gab's aber auch an den Sicherheitsbestimmungen der Stadt.

Es war die größte Veranstaltung, die Langwaden je gesehen hat: Zum goldenen Kloster-Jubiläum gab's am Wochenende im großen Partyzelt auf dem früheren Langwadener Sportplatz die "Bläck Fööss-Partynacht". Die Veranstaltung machte ihrem Namen alle Ehre: Die "Fööss" brachten die mehr als 2000 Besucher zum Singen und Tanzen, DJ Marc Pesch feierte vor und nach dem Auftritt mit den Gästen noch bis tief in die Nacht.

"Ganz toll, so etwas hat es hier in Langwaden noch nicht gegeben", freute sich auch Heiner Hoffmann, Vize-Präsident der Kirmesgesellschaft "Einigkeit" Langwaden. Auch Kloster-Geschäftsführer Dieter Krüll war sehr zufrieden. "Eine super Veranstaltung", lobte Krüll, der als Gäste auch viele Neusser Schützenkollegen wie den stellvertretenden Bürgermeister und Schützen-Präsidenten Thomas Nickel begrüßen konnte.

Auch Grevenbroicher Lokalprominenz war reichlich vertreten. Bürgermeisterin Ursula Kwasny verfolgte den "Bläck Fööss"-Auftritt ebenso begeistert wie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke. "Ein super Event", lachte Petrauschke und schunkelte zusammen mit 150 Ehrengästen.

Über zwei Stunden lang präsentierten die "Bläck Fööss" ihre größten Hits. Bei Titeln wie "Du bes die Stadt", "Bickendorfer Büdche", "Rut und Wieß" oder alten Klassikern wie "Ming eetste Fründin" ging das Publikum begeistert mit. Zum "Birkesdörfer Buuredanz" holte die Band sogar Kloster-Pater Basilius auf die Bühne — der hatte sich den Titel nämlich gewünscht.

"Das hat Riesenspaß gemacht hier in Langwaden. Die Leute waren super drauf und haben ganz toll mitgemacht", freute sich "Fööss"-Urgestein "Bömmel" Lückerath, der mit seinen Bandkollegen noch bis Mitternacht Autogramme schrieb und mit den Fans Fotos machte.

Die Musik von DJ Marc Pesch rundete den Abend ab, der erst am frühen Sonntagmorgen zu Ende war. "So etwas schreit nach einer Wiederholung", so Schützen-Vize-Präsident Heiner Hoffmann. "Wir werden darüber nachdenken."

Allerdings fand er auch kritische Töne für den Aktionismus der Behörden im Vorfeld. "Ich appelliere an die Vernunft der Verantwortlichen der Stadt Grevenbroich", sagte Hoffmann in seiner Begrüßungsrede unter dem Applaus der Besucher, "Sicherheit muss sein und darf nicht in Fragen gestellt werden. Aber Veranstaltungen wie hier in Langwaden dürfen nicht unter dem unverantwortlichen Handeln der Loveparade-Organisatoren in Duisburg leiden."

Es seien erhebliche Kosten durch Sicherheitsauflagen entstanden. "Sorgen Sie durch entsprechende Rahmenbedingungen dafür, dass kleine Vereine auch in zehn Jahren noch so feiern können wie heute." Unter anderem hatte das Kloster als Veranstalter weite Teile des Ortes mit Halteverbotsschildern belegen und einen Shuttlebus einsetzen müssen. Zudem mussten viele Sicherheitskräfte verpflichtet werden. Die Kosten dafür: mehrere tausend Euro.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Die Bläck Fööss rocken in Langwaden

(NGZ)