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Grevenbroich: Biogasanlage von RWE leistet Pionierarbeit

Grevenbroich : Biogasanlage von RWE leistet Pionierarbeit

Windkraft und Biogas sollen bei RWE künftig einen höheren Stellenwert erhalten – und die Biogasanlage neben dem Kraftwerk Neurath hat dazu wichtige Pionierarbeit geleistet.

Bis zum Jahr 2020 will RWE in Nordrhein-Westfalen die Leistung bei erneuerbaren Energien von 120 auf 500 Megawatt vervierfachen. Das kündigte am Montag Professor Fritz Vahrenholt, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy, an.

Investiert wird vor allem in Windkraft, in Bergheim-Paffendorf ist aber auch der Bau einer 7,4 Megawatt-Biogasanlage geplant. Das 13 Millionen Euro teure Bauwerk soll rund zehnmal so viel Energie liefern wie die Biogasanlage in Neurath. Die ist die erste RWE-Anlage dieser Art im Rheinischen Revier und ein wichtiges Pilotmodell. "Die Neurather Biogasanlage hat uns wichtige Erkenntnisse geliefert, wie wir mit einem breiten Rohstoff-Mix eine hohe Energieausbeute erzielen", erklärt RWE-Innogy-Sprecher Konrad Böcker.

Seit 2007 gewinnt das Bio-Kraftwerk neben dem Braunkohlekraftwerk Strom aus Biomasse – rund 13 000 Tonnen Mais sind im Jahr nötig, um Strom für 1600 Haushalte zu produzieren. Zusammen mit der Ruhr-Universität Bochum wurden aber auch andere Pflanzen als Energielieferant untersucht.

Die neue Anlage in Paffendorf wird mit Mais- und Ganzpflanzensilage, Zuckerrüben, Luzerne und Gülle beliefert. Ein weiterer Unterschied: Das in Paffendorf erzeugte Rohbiogas treibt nicht sofort einen Stromgenerator an, sondern wird aufbereitet, als Biomethan ins Erdgasnetz eingespeist und in Kraft-Wärme-Koppelungsanlagen genutzt.

Nicht weit von der Stadtgrenze entfernt plant RWE Innogy zwei weitere Projekte: In Jüchen soll 2012 auf einer Rekultivierungsfläche des Tagebaus Garzweiler ein Windpark mit vier Windrädern der Drei-Megawatt-Klasse entstehen und Strom für 9300 Haushalte liefern. In Titz ist der Bau von zehn Windrädern vorgesehen.

(NGZ)