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Grevenbroich: Bezirksregierung sieht Chancen für Gewerbegebiet

Grevenbroich : Bezirksregierung sieht Chancen für Gewerbegebiet

Regierungspräsidentin Anne Lütkes befürwortet das gemeinsame Vorhaben von Grevenbroich und Jüchen.

Die Düsseldorfer Regierungspräsidentin Anne Lütkes steht hinter den gemeinsamen Planungen von Grevenbroich und Jüchen. Sie sieht Chancen, dass der Standort für das interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet im neuen Regionalplan festgeschrieben wird. Das sagte Lütkes gestern bei einem Gespräch mit Bürgermeisterin Ursula Kwasny und dem Verwaltungsvorstand.

Die Stadt Grevenbroich will mit der Nachbarkommune Jüchen, dem RWE-Konzern und dem Rhein-Kreis ein Gewerbe- und Industriegebiet an der Autobahn 540 verwirklichen. Das Problem: Noch ist die Fläche nicht im Regionalplan ausgewiesen. Dies könnte sich aber in den nächsten beiden Jahren ändern.

"Im neuen Regionalplan wird es bis zu fünf herausragende Gewerbegebiete geben", sagte die Regierungspräsidentin: "Eines davon ist unserer Meinung nach das interkommunale Gewerbegebiet Grevenbroich-Jüchen." Der städtische Planungsdezernent Werner Hoffmann wertete diese Aussage als "gute Nachricht" und als "einen Meilenstein auf dem Weg zur Realisierung des seit langem geplanten Projekts". Am 19. November wird es in Düsseldorf zu einem Arbeitstreffen kommen. Bei dieser Gelegenheit sollen Stadt und Gemeinde erstmals Pläne erhalten, in denen das Gewerbe- und Industriegebiet nicht nur beschrieben, sondern auch grafisch dargestellt wird.

Für Grevenbroich sei dies wichtig, unterstrich Bürgermeisterin Ursula Kwasny, denn die Stadt könne kaum mehr Flächen für größere Ansiedlungen bieten: "Das neue Gewerbegebiet ist eine große Chance für uns. Das wird sich auch positiv auf die Gewerbesteuer niederschlagen", sagte die Verwaltungschefin. Kwasny geht davon aus, dass sich das in der Nähe von Jüchen geplante Container-Terminal befruchtend auf die Vermarktung des 40 Hektar großen Areals auswirken werde.

Dass das Gewerbegebiet nicht nur für Grevenbroich und Jüchen wichtig ist, machte Landrat Hans-Jürgen Petrauschke deutlich: "Es ist auch bedeutend für den Rhein-Kreis. Und es passt zur Innovationsregion Rheinisches Revier."

(NGZ)