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Bewegungsbad in St. Elisabeth ab September wieder in Betrieb

Rhein-Kreis Neuss Kliniken : Bewegungsbad öffnet im September

Die Sanierungsmaßnahmen sind fast abgeschlossen, der Probelauf startet Ende August.

Der Geruch nach Farbe liegt intensiv in der Luft, einige Anschlüsse sind noch nicht montiert. Aber: „wir sind im Zeitplan und können das Bewegungsbad Anfang September wieder öffnen“, erklärt Frank Bossems. Er muss es wissen, er ist Technischer Leiter am Elisabeth-Krankenhaus und mit den Abschlussarbeiten der Sanierung des Bewegungsbeckens beschäftigt.

„Die umfassenden Arbeiten verliefen mit kleinen Verzögerungen absolut nach Plan“, beschreibt er den Ablauf seit der Schließung Anfang Juni. Im Blickpunkt stand das Becken, dessen Fliesen und Fugen nach etwa 30 Jahren Benutzung kaputt waren, so dass Wasser versickerte. Da dieses Bad hauptsächlich von Nutzern wie der Rheuma-Liga gebraucht wird, die ihre Übungen und Trainingseinheiten bei einer Wassertemperatur von mehr als 32 Grad absolvieren, konnte das Bassin nicht einfach nur mit einer Folie ausgelegt werden. Es brauchte ein strapazierfähiges, langlebiges System. Als spezielle Lösung für dieses Verschleissproblem wurde eine Polyurea-Beschichtung – das Material gilt als die neue Generation der Beschichtungen und Versiegelung – in mehreren Lagen aufgebracht. „Darauf haben wir nun 20 Jahre Garantie“, sagt Bossems.

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In Angriff genommen wurde nicht nur das Bad. Auch die komplette Steuerungs- und Reglungstechnik wurden modernisiert beziehungsweise ausgetauscht und erneuert. Im Maschinenraum stehen nun eine neue Filter- und Klimaanlage, „ein extremer Mehraufwand“, wie der Technische Leiter sagt – der aber wegen der gelten Gesetze und Vorschriften notwendig wurde. Zukünftig lassen sich beispielsweise Werte von Chlor - und PH regulieren. Außerdem wurden in den Umkleidekabinen kleinere Reparaturen vorgenommen. So wurden beispielsweise die Sprossen der Bänke abgeschliffen und neu lackiert, so dass dieses Mobiliar nun wieder ansehnlich ausschaut.

Für den 2. September haben sich die Teilnehmer der Rheuma-Liga angesagt. Bis dahin sollen die letzten, noch zu erledigenden Arbeiten absolviert sein. Bereits Ende August zeigt ein Probelauf, ob alles in Ordnung ist. Intern wird das Bad so gut wie gar nicht genutzt, hauptsächlich sind es Vereine, die es für Reha- oder Gesundungsmaßnahmen benötigen. Die geschätzten Kosten der Sanierung liegen bei 100.000 Euro. Die Investition soll über zehn Jahre lang auf die externen Nutzer umgelegt werden, haben die Rhein-Kreis Neuss Kliniken als Besitzer mit den Nutzergruppen vereinbart. Auch die jährlichen Betriebskosten in Höhe von etwa 53.000 Euro werden gedeckt, indem die Vereine zukünftig pro angefangener Stunde 54 Euro an die Kreis-Kliniken entrichten.