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Grevenbroich: Besucher sollen mehr Eintritt fürs Museum zahlen

Grevenbroich : Besucher sollen mehr Eintritt fürs Museum zahlen

Höhere Eintrittspreise für das "Museum der niederrheinischen Seele" standen gestern Abend auf der Tagesordnung im Kultur- und Volkshochschulausschuss. Mit der Aufstellung einer neuen Satzung wollte die Verwaltung die Eintrittsgelder anheben; der Ausschussmitglieder empfahlen dem Stadtrat, die höheren Preise zu beschließen.

Künftig sollen Erwachsene vier (statt drei) Euro, Kinder ab sechs Jahren, Schüler, Studenten und Schwerbehinderte (1,50 statt ein Euro) zahlen und die Familienkarte wird für acht Euro (bisher: sechs Euro) verkauft. "Wir haben uns dabei an den Preisen vergleichbarer Einrichtungen wie dem Kreismuseum Zons und dem Kreiskulturzentrum Sinsteden orientiert", sagt Stefan Pelzer-Florack, Leiter des Fachbereichs Kultur.

Für das erste komplette Jahr Museumsbetrieb — im März 2012 öffnete die Einrichtung nach Umbau — rechnet Pelzer-Florack mit 10 000 Gästen in der Ausstellung und bei Veranstaltungen sowie mit Einnahmen in Höhe von 20 000 Euro. "Die Eintrittspreise für Veranstaltungen werden nicht angehoben. Sie werden sich auch in Zukunft an der Gagen-Höhe der Künstler orientieren", sagt der Fachbereichsleiter.

Zum Hintergrund erläutert Erster Beigeordneter Michael Heesch: "Wegen der Haushaltssituation der Stadt sind alle Bereiche zum Sparen aufgerufen." Seit der Wiedereröffnung seien die Entgelte im Museum nicht erhöht worden; nun habe man sich an ähnlichen Einrichtungen orientiert: "Mit Köln können wir uns nicht vergleichen, aber wir bieten gute Qualität, die ihr Geld wert ist", sagte Heesch. Dabei sei eine maßvolle Erhöhung wichtig: "Wenn wir die Preise zu drastisch anheben würden, wäre das eine schlechte Entscheidung für die Stadt. Dann würden wir auf Dauer verlieren."

(NGZ)