Grevenbroich: Bestnoten für KHS

Grevenbroich : Bestnoten für KHS

Die Qualitätsprüfer der Bezirksregierung haben ihre Arbeit an der Katholischen Hauptschule beendet – mit Bestnoten für die Schule. Bei den zentralen Prüfungen sind KHS-Schüler besser, es gibt weniger Wiederholer.

Heinz-Gerd Schmitz, Direktor der katholischen Hauptschule, freut sich über gute Noten – genauso wie viele seiner Schüler, die am Freitag ihr Halbjahreszeugnis erhalten haben. Die Qualitätsprüfer der Bezirksregierung haben die Hauptschule mit der Durchschnittsnote "3,44" bewertet – das klingt nach dem für Schüler üblichen Notenschlüssel nicht nach einem "Sehr gut", ist es aber: "Die Bewertungen reichen von 4 (Exzellent) bis 1 (Ungenügend)", erläutert Schmitz. Damit sei die KHS eine der Schulen, die bisher am besten abgeschnitten habe.

Warum eine Qualitätsanalyse? Mit diesem Projekt will die Bezirksregierung mehr über die Arbeit in allen Schulen – von der Grundschule bis zum Gymnasium – erfahren. Außerdem sollen Mängel erkannt und durch Zielvereinbarungen für die Zukunft behoben werden. Seit dem Schuljahr 2006/07 finden die Datenerhebungen in ganz NRW statt; die Auswahl erfolgt zufällig. In Grevenbroich haben die Prüfer bisher die Katholische Grundschule Stadtmitte besucht; bald werden das Pascal- und das Erasmus-Gymnasium folgen. Sechs Bereiche wurden analysiert: die Ergebnisse (Prüfungsnoten, Zahl der Wiederholer, Art der Abschlüsse), Lernen und Lehren, Schulkultur, Förderung und Schulmanagement, Professionalität der Lehrer sowie Ziele und Qualitätsentwicklung. Die Bestnote erhielt die KHS etwa für Schülerförderung und -betreuung, Zufriedenheit der Beteiligten (Lehrer und weitere Mitarbeiter, Eltern, Schüler), personale Kompetenzen, Schulklima und außerschulische Kooperation.

Stolz sind Heinz-Gerd Schmitz und sein Team auf die Leistungen der Schüler: "An der KHS gibt es nur 3,1 Prozent Wiederholer". Dies sei sowohl im Vergleich zu dem Durchschnitt im Rhein-Kreis mit 5,8 Prozent als auch im Vergleich zur Zahl der KHS-Wiederholer vor drei Jahren mit fünf Prozent ein Erfolg. Beim Realschulabschluss (10 Typ B) wurden die KHS-Schüler im Vergleich zum Landesdurchschnitt besser bewertet, zudem erhielten sie seltener eine "5"; auch in Mathematik seien die Noten in den zentralen Prüfungen deutlich besser als im Landesvergleich. Der Rektor wertet die guten Schülernoten als Erfolg der individuellen Förderung: "Der Eingangstest wird in Klasse 5 gemacht. Dabei lösen die Schüler Aufgaben." Anhand der Ergebnisse würden sie individuell gefördert.

Erziehung zu mehr Pünktlichkeit

Gelobt wurde die KHS auch für die "Förderung der Entwicklung der personalen Kompetenzen" wie Verantwortung, Toleranz oder auch Pünktlichkeit. "Heute starten wir mit einem Versuch, die Schüler zu mehr Pünktlichkeit zu motivieren", so Schmitz. Um 7.55 Uhr werden die Schultüren verschlossen. Wer danach kommt, wird vom Direktor persönlich empfangen.

(NGZ)