Grevenbroich: Bessere Kita-Versorgung: SPD hofft auf Hilfe vom Bund

Grevenbroich: Bessere Kita-Versorgung: SPD hofft auf Hilfe vom Bund

Mit einer Gruppe von Eltern, die sich im Netzwerk "Facebook" für weniger Gebühren, mehr Platz und bessere Qualität in den Grevenbroicher Kindertagesstätten einsetzen, waren Vertreter der SPD-Ratsfraktion jetzt im Landtag. Gemeinsam mit der schulpolitischen Sprecherin Cecilia Schwab und dem Vorsitzenden des Schulausschusses, Daniel Rinkert, diskutierten die Mütter und Väter dort mit der Landtagsabgeordneten Britta Altenkamp.

Die SPD hatte in der vergangenen Ratssitzung einen Maßnahmenplan zur Tagesstätten- und Ganztagssituation in Grevenbroich formuliert. Neben einer Beitragsfreiheit bis zu einem Jahreseinkommen von 25.000 Euro fordert sie darin unter anderem ein Ausbauprogramm für eine flächendeckende Kita- und Ogata-Versorgung. Bei dem Treffen in Düsseldorf ging es nun konkret um die Frage, welche Hilfen die Stadt Grevenbroich von der Landespolitik erwarten könne.

"Ernüchternd mussten alle Beteiligten feststellen, dass die schwarz-gelbe Landesregierung erst für 2020 ein neues Kinderbildungsgesetz auf den Weg bringen wird", sagt Cecilia Schwab. "Dies bedeutet, dass wir die Herausforderungen in Grevenbroich alleine stemmen müssen." Lediglich mit Mitteln des SPD-geführten Bundesfamilienministeriums könne geplant werden, ergänzt Daniel Rinkert. "Die Große Koalition wird noch vor der Sommerpause das ,Gute-Kita-Gesetz' auf den Weg bringen", betont der Schulausschussvorsitzende. "3,5 Milliarden Euro sollen in den nächsten vier Jahren zur Verfügung gestellt werden, um die Gebühren zu senken und die Qualität in den Kitas zu verbessern." Von diesem Betrag sollen voraussichtlich 850 Millionen Euro nach Nordrhein-Westfalen fließen. "Davon kann auch Grevenbroich profitieren", meint Rinkert.

Die Vertreter der SPD-Ratsfraktion sagten den Eltern in Düsseldorf zu, sie bei der Entwicklung des Maßnahmenplanes künftig intensiv einbinden zu wollen. "Die Eltern kennen die täglichen Herausforderungen in den Kindertagesstätten und Offenen Ganztagsgrundschulen und können dabei helfen, die Situation zu verbessern", argumentiert Daniel Rinkert.

(NGZ)