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Grevenbroich: Bessere Anliefer-Zeiten in Fußgängerzone

Grevenbroich : Bessere Anliefer-Zeiten in Fußgängerzone

Erweiterte Anliefer-Möglichkeiten erhält bald ein Teil der Geschäfte in der Grevenbroicher Fußgängerzone: Händler, deren Geschäfte nicht über rückwärtige Straßen zu erreichen sind, können mit einer Ausnahmegenehmigung auch abends in der Zeit von 18 bis 21 Uhr anliefern lassen. Das beschloss der Bauausschuss einstimmig. Zuvor hatte die Stadtverwaltung eine Kehrtwende vollzogen. Sie hatte nämlich zunächst die Forderung in einem Antrag der FDP-Fraktion, die Zeiten auf die Zeit nach Geschäftsschluss auszuweiten, abgelehnt.

Bislang dürfen Fahrzeuge nur morgens von 6 bis 11 Uhr zur Versorgung der Geschäfte die Fußgängerzone in der Kölner und Breite Straße nutzen. Eine Ausweitung, so die Ansicht der Verwaltung im Vorfeld, gefährde Fußgänger, zudem müsse mit "erheblichen Protesten der Anwohner" gerechnet werden. Passanten sollten in einer Fußgängerzone darauf vertrauen können, dass ihnen kein Auto entgegenkomme, hatte Technischer Beigeordneter Werner Hoffmann im Vorfeld der Bauausschuss-Sitzung erklärt.

Doch nun gibt's doch eine Lösung zugunsten von Händlern in der Fußgängerzone – auf Vorschlag des Werberings Grevenbroich. Der empfahl in einem Schreiben an die Stadt, Geschäftsleuten, deren Läden nicht von rückwärtigen Straßen – etwa von der Straße Am Zehnthof aus – zu erreichen sind, auch abends eine Anliefermöglichkeit in der Einkaufsmeile einzuräumen.

Die Verwaltung schlug entsprechend vor, die Anlieferung für diese Läden auch in der Zeit von 18 bis 21 Uhr per Ausnahmegenehmigung gebührenfrei zu ermöglichen. Die Einzelhändler müssen sich hierfür an die Stadt wenden. FDP-Ratsherr Uwe Schmitz war über die vorgeschlagene Ausweitung erfreut: "Mit dieser Lösung können wir gut leben, das ist ein Erfolg für den Handel in der Fußgängerzone."

Auch Martina Suermann (SPD) begrüßte den Vorschlag. "Als wir früher bereits zu dem Thema eine mündliche Anfrage gestellt hatten, hörten wir vom Bereich Sicherheit und Ordnung im Rathaus, dass Anwohner sich gestört fühlen würden. Der Bereich Planung und Bau hat sich mit dieser Lösung als flexibler erwiesen", sagte die SPD-Politikerin.

(NGZ)