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Grevenbroich: Besondere Spieler erhalten die Nummer 13

Grevenbroich : Besondere Spieler erhalten die Nummer 13

Hartmut Oehmen, Trainer der NEW Elephants Grevenbroich, trug die 13 selbst 30 Jahre lang auf dem Trikot – sie ist seine Glückszahl.

Hartmut Oehmen, Trainer der NEW Elephants Grevenbroich, trug die 13 selbst 30 Jahre lang auf dem Trikot — sie ist seine Glückszahl.

Die 13 als Rückennummer auf dem Trikot — für viele Sportler undenkbar, gilt sie oft doch als Unglückszahl. Anders bei Hartmut Oehmen — seit seiner Kindheit ist die 13 die Lieblingszahl des Trainers der NEW Elephants Grevenbroich.

"Wie es genau dazu kam, weiß ich gar nicht. Aber es gibt schon Kinderfotos von mir, auf denen ich immer wieder die 13 auf meinen T-Shirts trage. Da bin ich etwa zehn Jahre alt", erinnert sich der Basketball-Trainer, der das Grevenbroicher Regionalliga-Team der Herren seit diesem Jahr trainiert. "Ich werde immer wieder gefragt, warum die 13 meine Glückszahl ist. Vielleicht liegt es daran, dass Gerd Müller diese Rückennummer trug. Mein Vater war Fußballtrainer und ich ein großer Fan", spekuliert Oehmen, der aus Krefeld kommt und dort ein Sportgeschäft führt, darüber, woher seine Vorliebe für die Zahl 13 kommen könnte.

Dass er selbst über 30 Jahre lang die Rückennummer 13 auf dem Basketball-Trikot trug, hat er der Hierarchie in seinem ersten Team zu verdanken: "Ich habe erst mit 16 Jahren begonnen Basketball zu spielen. Damals bin ich direkt in die Herrenmannschaft eingestiegen. Da war ich der neue, junge Spieler und bekam die 13, weil diese aus Aberglaube sonst keiner spielen wollte", sagt Oehmen. Dass sie dem jungen Mitspieler damit genau seine Lieblingszahl schenkten, wussten die Mannschaftskameraden nicht. Danach gab Oehmen die 13 als Rückennummer nicht mehr ab, trug sie auch bei seinen Einsätzen im vergangenen Jahr noch.

Erkämpfen musste er sich seine Rückennummer in all den Spielzeiten nie. "Das lag zum einen daran, dass kaum einer diese Zahl wollte, aber auch daran, dass ich mit fünf weiteren Jungs schon 1988 ein eigenes Team gründete", erklärt der 47-Jährige. Als erster Vorsitzender und Kapitän dieses Teams — der Krefeld Panthers — habe er stets selbst die Rückennummern vergeben. Vor einigen Jahren reichte es Oehmen nicht mehr seine Glückszahl lediglich auf dem Shirt zu tragen, sie sollte ihn täglich begleiten. Also ließ er sich eine Tätowierung aus dem Initial seines Sohnes, einem flammenden Basketball und der Zahl 13 auf die linke Wade stechen.

Auch als Trainer lässt er keinen Zweifel daran, dass die Nummer 13 für ihn nicht nur irgendeine Zahl ist. "In meinen Teams haben immer besondere Spieler die 13 gespielt", betont der Elephants-Trainer. Und so trägt sie in dem Grevenbroicher Team der neue Kapitän Patrick Schiele. "Ich habe früh geäußert, dass Schiele hier mein Lieblingsspieler ist und Kapitän werden sollte. Daher wollte ich auch, dass er die 13 trägt, was er super fand", sagt Oehmen. Zuvor habe Schiele stets sein Alter als Trikotnummer gehabt. "Aber die Fans müssen sich mit den Spielern identifizieren können und dazu braucht es eine feste Nummer. Außerdem gibt es bei mir keine Rückennummern, die höher als 20 sind", nennt Oehmen weitere Gründe für die neue Rückennummer seines Kapitäns.

Den NEW Elephants soll die 13 in der Jahreszahl auch sportlich Glück bringen: Das vom Vorstand ausgerufene "Projekt 2013", das den Aufstieg in diesem Jahr ins Auge fast, will Ohmen mit seinem Team umsetzen. "Diese Saison können wir den Aufstieg in die Pro B noch nicht schaffen, aber in der Saison, die 2013 beginnt, ist dieses Ziel realistisch."

(NGZ/rl)