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Grevenbroich: Bergheimer Straße: Müll ärgert Nachbarn

Grevenbroich : Bergheimer Straße: Müll ärgert Nachbarn

Eigentlich sind die beiden Schwestern Hertha Krüppel (74) und Traute Klein (78) an die alte Bergheimer Straße gezogen, um dort in Ruhe ihren Lebensabend zu verbringen. Das gelingt den beiden Witwen auch weitgehend – wenn da nicht ein Problem wäre, das ihnen seit geraumer Zeit regelmäßig die Sorgenfalten auf die Stirn treibt.

Eigentlich sind die beiden Schwestern Hertha Krüppel (74) und Traute Klein (78) an die alte Bergheimer Straße gezogen, um dort in Ruhe ihren Lebensabend zu verbringen. Das gelingt den beiden Witwen auch weitgehend — wenn da nicht ein Problem wäre, das ihnen seit geraumer Zeit regelmäßig die Sorgenfalten auf die Stirn treibt.

"Müll", bringt es Hertha Krüppel mit einem Wort auf den Punkt. Gleich neben ihrem Garten — auf einem kleinen Grundstück, auf dem die Frauen Wegerecht genießen — stapeln sich blaue Säcke, prall gefüllt mit Abfall. "Das geht schon seit einem Jahr so. Manchmal liegen hier bis zu 30, 40 Säcke wochenlang herum", schildert Traute Klein. Und das habe unangenehme Folgen, erklären die beiden rüstigen Frauen: "Gerade wenn es draußen warm wird, stinkt es hier zum Himmel. Im vergangenen Jahr haben wir Geburtstag im Freien gefeiert — und da sind uns die Gäste wegen des schlimmen Gestanks weggelaufen", meint Hertha Krüppel. Ein weiteres Ärgernis: Der Abfall locke Ratten an. "Die Viecher sind schon so dreist, dass sie sich Wasser an unserem Brunnen holen", ärgert sich die 74-Jährige.

Im Verdacht haben die beiden Witwen einen Gastwirt, dessen Lokal an ihren Garten grenzt. Über den haben sie sich bereits mehrfach beim städtischen Ordnungsamt beschwert — doch: "Die erhoffte Hilfe haben wir dort nicht gefunden. Wir wurden immer wieder vertröstet, aber getan hat sich nichts."

Warum nicht? "Wir sind nicht zuständig", sagt Behördenleiter Udo Robling. Das Problem sei an den Rhein-Kreis weitergegeben, der sich um wilde Abfalllagerungen auf Privatgrundstücken kümmere. Und der will die Sache nun klären, sagte Sprecher Reinhold Jung am Donnerstag auf Anfrage der NGZ zu.

Die beiden Witwen hoffen jetzt auf Taten: "Damit wir wieder ohne Gestank im Garten sitzen können."

(NGZ)