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Bei Hitze sollte ein Durstgefühl nicht entstehen.

Hitze in Grevenbroich : Sommerwetter beschert Getränkehändlern starken Umsatz

Während der Sommer buchstäblich in die heiße Phase geht, sollte eine Sache nicht in Vergessenheit geraten: ausreichend Trinken. Und das machen die Grevenbroicher offensichtlich.

40 Prozent mehr Umsatz durch die anhaltende Hitze — das berichtet zumindest der Getränkehandel Ratz: „Wir beliefern vor allem städtische Einrichtungen. Kindergärten bekommen im Moment das Doppelte“, sagt der Inhaber Helmut Ratz. Aber auch im normalen Verkauf sei eine Steigerung bemerkbar. Besonders gefragt seien nicht-alkoholische Getränke wie Medium-Wasser und Limonade. Alkoholfreies Bier werde aber auch gerne gekauft.

Damit machen die Kunden von Helmut Ratz alles richtig. Denn der ärztliche Direktor des Kreiskrankenhauses St. Elisabeth, Lothar Köhler, warnt: „Auf keinen Fall Alkohol trinken, alkoholfreies Bier ist in Ordnung.“ Der Alkohol entziehe dem Körper nur zusätzlich Flüssigkeit.

Doch wie viel Flüssigkeit braucht der Körper bei Temperaturen um die 30 Grad? – „Zwei bis drei Litersollten es schon sein“, empfiehlt Köhler. Wichtig ist auch: „Ein Durstgefühl sollte möglichst gar nicht aufkommen“, sagt Christian Kropidlowski, Oberarzt für Kardiologie des Krankenhauses. Denn habe der Körper Durst, fehle ihm bereits Flüssigkeit. Außerdem sei der Urin ein guter Indikator. „Wenn er klar ist, hat man genug getrunken. Je dunkler er ist, desto mehr Flüssigkeit wird benötigt“, sagt Kropidlowski.

Insbesondere ältere Menschen müssen gerade jetzt darauf achten, genug zu trinken. „Im Alter lässt das Durstgefühl zunehmend nach“, sagt Susanne Niemöhlmann, Pressesprecherin des Kreiskrankenhauses St. Elisabeth. In den letzten Tagen seien auch vermehrt ältere Menschen eingeliefert worden, da sie dehydriert waren. Bisher sei die Klinik zwar nicht überlaufen, die Zahl könne bei bleibenden Temperaturen in den kommenden Tagen aber steigen. Daher empfehle sie Trinkrituale. „Man kann sich zum Beispiel vornehmen bis zum Mittag eine Kanne lauwarmen Tee getrunken zu haben“, sagt Niemöhlmann.