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Grevenbroich: Bauverein investiert Millionen

Grevenbroich : Bauverein investiert Millionen

Noch nie hat der Bauverein so viel in Neubauten investiert wie 2011. Im Mai rollen die Bagger am Flutgraben an, neun Häuser weichen einem neuen Komplex. An der Arndtstraße ist das erste Haus mit 20 Wohnungen fast fertig.

Der Bauverein Grevenbroich hat sich für 2011 viel vorgenommen — die Genossenschaft will ihren Wohnungsbestand kräftig modernisieren, und das nicht nur durch Sanierung: "Wir investieren 6,45 Millionen Euro in Neubauten — so viel wie noch nie in einem Jahr", erklärt Vorstandsmitglied Michael Nowack.

Zwei große Projekte stehen 2011 an. "Im Mai beginnen wir mit dem Bau am Flutgraben", kündigt Nowack an. In mehreren Jahren will der Bauverein seine rund 100 Wohnungen aus den 20er bis 50er Jahren am Flutgraben, Tackelgraben, Schweidweg, an der Graf-Kessel- und Zumbuschstraße erneuern. Als erstes weichen neun Häuser von 1952 einem rund 2,8 Millionen Euro teuren Neubau mit 18 Wohnungen.

"Wir wägen bei Erneuerungen ab, ob eine Sanierung sinnvoll ist oder ein Neubau die bessere Lösung bildet", erklärt Vorstandsmitglied Hubert Zimmermann. Bei den Häusern am Flutgraben entsprechen Zuschnitt, Wärmedämmung und Treppen vor der Haustür einfach nicht heutigen Anforderungen. Die Wohnungen waren ursprünglich nur 37 Quadratmeter groß, viele wurden zusammengelegt. "Im Neubau werden alle Wohnungen barrierefrei, erhalten Terrasse, Balkon oder Garten", so Nowack. Viele Bewohner der Altbauten, die abgerissen werden, ziehen in andere Bauvereinshäuser, mehrere davon 2012 ins neue Haus.

Basis fürs Projekt ist ein zwischen Verein und Stadt vereinbartes "Kommunales Handlungskonzept Wohnen", dafür gewährt das Land zinsbegünstigte Darlehen. Ein Ziel des Konzepts ist, in zentraler Lage preisgünstigen Wohnraum zu erhalten. "Wir arbeiten gut mit der Stadt, dem Kreis und dem Landesbauministerium zusammen", sagt Nowack. Dieses Modell hat sich bereits in Elsen bewährt, dort saniert der Bauverein in einem 20-Millionen-Euro-Programm bis 2016 180 Wohnungen und ersetzt jetzt an der Arndtstraße 60 weitere durch drei Neubauten mit je 20 Wohnungen.

Deren Größe variiert zwischen einem und vier Zimmern. "Das erste neue Haus ist fast fertig. Anfang Februar können die ersten Bewohner einziehen", sagt Nowack. Danach startet der Bau der anderen Gebäude. Aufzug, rollstuhlgerechte Wohnungen im Erdgeschoss und Erdwärmenutzung sind Standard — einer der Bauten erhält einen Gemeinschaftsraum. Gegenüber werden 2011 drei alte Häuser mit 18 Wohnungen "runderneuert". Einen Aufzug erhalten sie zwar nicht, aber etwa größere Balkone und eine Solaranlage.

Werden die sanierten Wohnungen für die Mieter teurer? "Der Anstieg bei der Kaltmiete wird durch geringere Nebenkosten ausgeglichen", versichert Nowack.

(NGZ)