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Grevenbroich: Bauverein erneuert Flutgraben-Viertel

Grevenbroich : Bauverein erneuert Flutgraben-Viertel

Nur für kurze Zeit hielt der Kran inne, dann wurden die nächsten Bauelemente auf die Baustelle geschwenkt, im März soll der Neubau fertig sein. Der Bauverein Grevenbroich legte gestern Am Flutgraben den Grundstein für einen Gebäudekomplex mit 20 Wohnungen. Neun schlichte Reihenhäuschen aus den 50er Jahren hatten dafür weichen müssen.

Der Neubau mit seinem markanten, torähnlichen Durchgang zum Hof soll Zeichen setzen. Das 2,8-Millionen-Euro-Projekt ist Auftakt zur Sanierung des Wohnungsbestandes des Bauvereins Am Flutgraben, Schweidweg, Am Tackelgraben, Zumbuschstraße und Graf-Kessel-Straße. Fünf Bauten mit rund 75 Wohnungen sollen folgen, die Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt Am Tackelgraben liegt bereits vor. Die Stadt und der Bauverein hatten für die Sanierung des Viertels ein "Handlungskonzept Wohnen" – nach dem Vorbild des Konzepts für das Quartier in Elsen erarbeitet. "Grevenbroich ist die einzige kreisangehörige Stadt in NRW mit zwei solchen Konzepten", so Aufsichtsratsvorsitzender Bernd Kummer. 1,45 Millionen Euro Förderdarlehen gewährt das Land.

Ein Kriterium fürs Konzept ist der Erhalt preiswerten Wohnraums in zentraler Lage. Uwe Günther vom Bauministerium erklärte, dass der Bau mit seinen barrierefreien Wohnungen den Anforderungen des demographischen Wandels entspreche. Bürgermeisterin Ursula Kwasny wies auf die Anstrengungen fürs Energiesparen hin, geheizt wird mit Erdwärme. Architekt Günter Quasten hob die Vorzüge des Viertels hervor: Lang vorbei seien zum Glück die Zeiten "in denen die Siedlung als .Negereng' bezeichnet, von manchen gemieden wurde. Dieses Viertel ist attraktiv, ist Teil der Innenstadt". Und Quasten nimmt auch zu einem zurzeit diskutierten Thema Stellung: "Die Verlagerung des Bauhofes nebenan würde eine weitere Aufwertung bewirken."

(NGZ)