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Grevenbroich: Bahnhofsvorplatz soll öfter gereinigt werden

Grevenbroich : Bahnhofsvorplatz soll öfter gereinigt werden

Jahrelang hat der ehemalige Stadtförster Stefan Dietz einen Teil des Grevenbroicher Bahnhofsvorplatzes ehrenamtlich gesäubert – bis er es aus Altersgründen aufgab. Nun hält die Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) das Gelände in Schuss. Das sorgte für Diskussionen im Rat.

Jahrelang hat der ehemalige Stadtförster Stefan Dietz einen Teil des Grevenbroicher Bahnhofsvorplatzes ehrenamtlich gesäubert — bis er es aus Altersgründen aufgab. Nun hält die Entsorgungsgesellschaft Niederrhein (EGN) das Gelände in Schuss. Das sorgte für Diskussionen im Rat.

Rund um die Fahrradabstellplätze türmt sich regelmäßig der Müll, dort liegen Scherben, Papier und andere Abfälle herum. Die EGN soll dort für Abhilfe sorgen. Die Stadt hat mit den Entsorgern einen Vertrag abgeschlossen, der eine monatliche Reinigung vorsieht. Die Kosten sind überschaubar: 379,79 Euro im Jahr. Ein gut angelegtes Geld, meinte Bürgermeisterin Ursula Kwasny: "Einmal wurde bereits gereinigt, die Anlieger haben sich zufrieden geäußert."

Eine monatliche Reinigung ist der SPD jedoch zu wenig: "Nach jedem Wochenende liegt dort wieder Müll herum", beklagte Ratsfrau Martina Suermann. Und Fraktionschef Horst Gerbrand riet der Stadt dazu, den Vertrag zu ändern: "Und zwar auf eine wöchentliche Reinigung." Auch der dafür zu zahlende Betrag sei von der Stadt zu stemmen: 1519,15 Euro jährlich.

Doch die Mehrheit des Stadrats folgte dem Vorschlag der Bürgermeisterin, es beim monatlichen EGN-Einsatz zu belassen. "Wir sollten ein Jahr lang abwarten, ob dieser Reinigungsintervall ausreicht. Wenn nicht, können wir notfalls nachsteuern", so Kwasny.

Nach dem Beschluss zeigte sich Martina Suermann empört über die vom Rat eingeschlagene Richtung: "Im City-Handlungskonzept wird klar darauf hingewiesen, dass es den Anwohnern um Sauberkeit und Ordnung geht. Eine monatliche Kosmetik vor Ort wird nichts bringen." Suermann kündigte an, dass das Thema für die SPD noch nicht vom Tisch sei: "Wir werden die Situation genau beobachten."

(NGZ)