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Grevenbroich: Bahn zieht erste Bilanz nach Gleissperrung

Grevenbroich : Bahn zieht erste Bilanz nach Gleissperrung

Seit rund einer Woche rollt der Schienenersatzverkehr zwischen Grevenbroich und Pulheim. Die Deutsche Bahn setzt einen weiteren Bus ein, damit Schüler rechtzeitig zum Unterricht kommen.

Die Deutsche Bahn hat eine Woche nach Beginn der Gleissperrung zwischen Grevenbroich und Pulheim eine erste Bilanz bezogen. Ein Unternehmenssprecher bestätigte Dienstag auf Anfrage unserer Redaktion, dass im Schienenersatzverkehr nachjustiert wurde. "Als Verbesserung konnte ein zusätzlicher Bus morgens in Pulheim Richtung Grevenbroich als ,Pufferbus' eingesetzt werden", teilte er mit. "Dieser wird bei einer Verspätung der ankommenden Regionalexpress-Linie 8 aus Köln eingesetzt, um die Schüler auch bei einer Verspätung der ankommenden Bahn zu ihren Schulen zu bringen."

Generell zog die Deutsche Bahn ein positives Fazit der ersten Woche nach Beginn der umfangreichen Bauarbeiten zur Gleissanierung zwischen der Schlossstadt und Köln-Ehrenfeld. In der ersten Bauphase ist bis 6. Oktober der Abschnitt bis Pulheim gesperrt. Vom 7. bis 28. Oktober fahren auch auf dem Abschnitt zwischen Pulheim und Ehrenfeld keine Züge mehr. Insgesamt werden während der beiden Baumaßnahmen rund 51 000 Tonnen Schotter und 19 000 Schwellen ausgetauscht, zudem soll auf einer Länge von 7,2 Kilometern eine spezielle Schutzschicht eingebaut und bei Rommerskirchen eine Brücke saniert werden. Die Arbeiten sind laut Deutscher Bahn nur während einer Totalsperrung der betroffenen Gleisabschnitte möglich.

Für die Zeit der Bauarbeiten hat das Unternehmen einen Schienenersatzverkehr eingerichtet. Genaue Zahlen, wie viele Fahrgäste diesen nutzen, liegen bislang nicht vor. "Es wurde vereinzelt die Besetzung gezählt, wobei herauskam, dass die Kapazitäten der Busse, über alles gesehen, mehr als ausreichen", teilt der Bahnsprecher mit. Die Zahl der signifikanten Verspätungen sei überschaubar. "Bei den Schienenersatzverkehren gab es zwei Busfahrten, die jeweils etwa 30 Minuten verspätet waren", räumt er ein. "Zu der ersten Verspätung kam es, da leider ein Busfahrer den Dienstplan falsch gelesen hat." Die zweite Verspätung sei durch einen technischen Defekt entstanden.

Derweil setzt das Unternehmen seine Informationskampagne fort. Dabei wird auf zusätzliche Service-Mitarbeiter vor Ort gesetzt. "Während der Hauptverkehrszeit sind bis zu zehn Kollegen an den entsprechenden Stationen im Einsatz", erklärt der Bahnsprecher.

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