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Grevenbroich: Bahn und Stadt stellen sanierten Bahnhof vor

Grevenbroich : Bahn und Stadt stellen sanierten Bahnhof vor

Heller und freundlicher sieht der Grevenbroicher Bahnhof jetzt aus. Gestern präsentierten die Deutsche Bahn und die Stadt das Ergebnis des zweimonatigen Umbaus, 300 000 Euro investierte die DB aus dem Umbauprogramm "Licht und Farbe".

Für manchen zu hell ist der neue Boden in der Bahnhofshalle: "Ich befürchte, dass der schnell unansehnlich wird", merkte UWG-Ratsfrau Anna Maria Müller beim Rundgang mit Bürgermeisterin Ursula Kwasny und Ratsmitgliedern an. Kürzlich hatten Fahrgäste gegenüber der NGZ ähnliche Kritik geäußert. "Den Natursteinboden haben wir bewusst so gewählt, da wir für ein helleres Aussehen sorgen wollten. Zudem wurde der Boden imprägniert, so dass er sich bei Verschmutzung leicht reinigen lässt", erklärt dagegen DB-Bahnhofsmanager Steffen Glasnek.

Auf viel Zustimmung stießen etliche andere Verbesserungen. Überrascht war Agnes Praun aus Elsen, als auf dem Weg zum Zug vor ihr die mittlere schwere Zugangstür am Bahnhof von selbst aufschwang. "Das ist eine große Hilfe", so die 84-Jährige, die mit dem Rollator unterwegs war. "Die drei Eingangstüren wurden neu aufgearbeitet und die mittlere mit einer Türautomatik versehen", erläutert Glasnek. Quer über den Vorplatz wurde zu dieser Tür ein Leitstreifen für Sehbehinderte angelegt. Auch der Zugang in Richtung Aufzug öffnet sich nun automatisch. "Die Busbahnsteige vor dem Bahnhof werden wir noch mit Schrägen versehen, so dass Behinderte leichter dorthin kommen", kündigte Technischer Beigeordneter Werner Hoffmann an.

Auch anderes ist neu: Die Fassade wurde gestrichen, "Schmuddelecken" sind beseitigt. Drinnen sorgen neue Lampen für mehr Licht. Auf eine Verbesserung müssen Fahrgäste noch warten: Die Apparaturen für die so genannten Dynamischen Schriftanzeiger hängen bereits, sollen aber erst in etwa zwei Wochen in Betrieb gehen. "Damit werden künftig etwa Verspätungen oder bahnsteigwechsel angezeigt", erläutert Glasnek, "die Informationen werden per SMS eingespeist".

(NGZ)