Grevenbroich: Bahn setzt Schnellbusse auf Weg nach Köln ein

Grevenbroich : Bahn setzt Schnellbusse auf Weg nach Köln ein

Während der Sperrung der Strecke Grevenbroich-Köln (Ehrenfeld) müssen die Bahnkunden mit Umstellungen und längeren Fahrtzeiten rechnen. Der Alternativfahrplan soll Mitte Juli vorgestellt werden.

Die Planungen für den Schienenersatzverkehr für die geplante Sperrung der Bahnstrecke zwischen Grevenbroich und Köln-Ehrenfeld sind so gut wie fertig. Das teilte die Deutsche Bahn auf Anfrage unserer Redaktion mit. Fest steht: Um unnötige lange Fahrtzeiten zwischen Grevenbroich und Ehrenfeld zu vermeiden, werden definitiv Schnellbusse zum Einsatz kommen. Insgesamt sollen für den Schienenersatzverkehr vier Linien bedient werden. Das teilte Bahn-Sprecher Franz Heumüller mit.

Die Bahnstrecke zwischen Grevenbroich und Ehrenfeld wird vom 2. September bis 27. Oktober gesperrt. Betroffen sind die Regional-Express-Linie (RE) 8 und die Regionalbahn (RB) 27. Die Sperrung ist wegen der erforderlichen Erneuerung von 11,4 Kilometern Gleisen sowie drei Weichen erforderlich. In der Nachbargemeinde Rommerskirchen stehen zudem Brückenarbeiten an. Als Kosten veranschlagt die Bahn rund neun Millionen Euro.

Politiker von SPD, CDU und Bündnis 90/Grünen hatten chaotische Zustände befürchtet. Dieter Dorok (Grüne) hatte sich dafür stark gemacht, die Strecke nicht komplett für zwei Monate zu sperren. Das ist jedoch für die Sanierungsmaßnahme erforderlich. Lange unklar war jedoch, ob der Einsatz von Schnellbussen realisierbar sei. Das ist nun geklärt. Zurzeit arbeitet die Deutsche Bahn am Feinschliff des Schienenersatzverkehrs. "In rund zwei Wochen werden die letzten Änderungen eingearbeitet sein", erklärt Heumüller.

Die Veröffentlichung des Alternativfahrplanes ist für Mitte Juli geplant. Zudem sollen die Bahnkunden mit einer großen Informationskampagne über die Baumaßnahme sowie den Scheinenersatzverkehr aufgeklärt werden. Geplant sind unter anderem Plakate, ein Baustellenheft, Flyer zur Verteilung in den Zügen und weitere Druckstücke.

Für die Bahnreisenden bedeutet die Sperrung zum Teil erhebliche Umstellungen. Zudem muss mit deutlich längeren Fahrten gerechnet werden. "Es können Verzögerungen bis zu 40 Minuten anfallen", teilt Heumüller mit.

Für Dieter Dorok ist die Zusage von Schnellbussen ein Signal in die richtige Richtung. Der Ratsherr hatte sich für deren Einrichtung während der Streckensperrung besonders eingesetzt und den Kontakt zum Verkehrsverbund Rhein/Ruhr gesucht. "Wichtig wäre zudem, dass die Bahn zum Beispiel am Hauptbahnhof Neuss bessere Anschlussverbindungen schafft", betont Dorok. Er will nun die Bekanntgabe des Alternativfahrplans abwarten und diesen dann auf Verbesserungsbedarf prüfen.

(NGZ)
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