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Grevenbroich: Bagger reißt die alten Freibad-Becken ab

Grevenbroich : Bagger reißt die alten Freibad-Becken ab

Die Abbrucharbeiten am Schlossbad haben begonnen: Das Planschbecken wurde bereits dem Erdboden gleich gemacht, ebenso Teile der großen Wasserrutsche. Etwa 400 Lkw-Ladungen mit Schutt müssen abtransportiert werden.

Die Arbeiten, die sich derzeit jenseits der Erft abspielen, lassen so manchen Spaziergänger zusammenzucken. Nicht nur, weil oftmals die Erde vibriert, wenn der 35 Tonnen schwere Bagger mit seinem Presslufthammer zuschlägt. Sondern auch, weil das Gerät auf den ehemaligen Liegewiesen des Schlossbades so ziemlich alles zertrümmert, was vielen Grevenbroichern bislang lieb und teuer war. 75 Jahre lang gehörte das Freibad zum Bild der Innenstadt, nun wird es abgerissen. Zugunsten eines neuen Hallenbades mit Vierjahreszeiten-Becken, das voraussichtlich im Frühjahr 2017 eröffnet wird.

"Die Abbrucharbeiten auf dem Außengelände haben zum Anfang dieser Woche begonnen. Gleichzeitig wird das alte Hallenbad entkernt", erklärte gestern Ursula Wolf-Reisdorf, Sprecherin des Bauherrn GWG Kommunal. Ihr Eindruck: "Wir kommen gut voran." Das Planschbecken, in dem sich Generationen von Kindern im Sommer getummelt haben, hat der Bagger bereits in einen blau-grauen Schutthaufen verwandelt. Das gleiche Schicksal droht in den nächsten Tagen dem nebenan liegenden Schwimmbecken, ebenso dem hohen Sprungturm. Ein Teil der beiden großen Wasserrutschen wurde gestern abgebrochen. Das tut vielen Beobachtern in der Seele weh.

Die Arbeiten werden voraussichtlich sechs Wochen dauern. Der Ablauf der gesamten Aktion wurde am Montag mit dem Abriss-Koordinator Thomas Philipsen und Verantwortlichen der Abbruch-Firma "Prangenberg & Zaum" vor Ort minuziös abgesprochen.

"Ein wichtiges Thema dieses Gesprächs war der Schutz für die Arbeiter, die auf dem Schlossbad-Gelände beschäftigt sind", betonte GWG-Ingenieur Uwe Stenzel. Das Unternehmen hat den Sicherheits- und Gesundheitskoordinator Andreas Schiefke damit beauftragt, künftig die Baustelle regelmäßig zu besuchen. Er wird unter anderem darauf achten, dass bei den Arbeiten im Hallenbad die erforderliche Schutzkleidung getragen wird. Denn in den Zwischendecken der Umkleiden und Duschen wurden Isoliermaterialien verwendet, die Schadstoffe enthalten. Für Stenzel ebenso wichtig: Es ist sichergestellt, dass ausreichend Ersthelfer vor Ort sind, falls es auf der Baustelle zu einem Unfall kommen sollte.

Etwa 400 Sattelschlepper-Ladungen mit Schutt müssen in den nächsten Monaten abtransportiert werden. Die Container für das Abbruchmaterial werden auf der gegenüberliegenden Seite des Stadions aufgestellt. Dort entsteht auch die Baustellen-Einfahrt, die später als Feuerwehr-Zufahrt für das neue Schlossbad genutzt werden soll.

(NGZ)