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Grevenbroich: B 59 soll sicherer werden

Grevenbroich : B 59 soll sicherer werden

Nach einem tödlichen Unfall auf der B 59 fordert die FDP eine geänderte Verkehrsregelung an der Einfahrt zu Aleris und Erftcarbon. Durch Lkw, die aus Richtung Stadt abbiegen, komme es zu Staus und gefährlichen Situationen.

Nach einem schweren Unfall auf der Aluminiumstraße (B 59) wird die FDP aktiv – ein 50 Jahre alter Grevenbroicher war auf dem Motorrad tödlich verunglückt. In einem Antrag im Bauausschuss machen sich die Liberalen nun für eine geänderte Verkehrsregelung an der Werkszufahrt zu Aleris, Tokai Erftcarbon und Hydro High Purity (Einfahrt drei) stark. "Wir wollen mit geringem Aufwand eine aus unserer Sicht gefährliche Stelle entschärfen", sagt Uwe Schmitz (FDP).

Am 5. Juli war ein Motorradfahrer in die Seite eines Sattelzuges geprallt, der aus Richtung City kam und nach links in die Werkszufahrt abbog. Der Lastwagen-Fahrer "übersah den ihm entgegenkommenden Grevenbroicher. Der Motorradfahrer konnte einen Zusammenstoß nicht mehr verhindern", heißt es im Bericht der Polizei. Die Ermittlungen zum Unfallhergang sind aber laut Sprecher Hartmut Batz noch nicht abgeschlossen.

Die FDP sieht ein generelles Problem: "Viele Lkw kommen aus Richtung Stadtmitte und biegen über die Gegenspur ins Werk ab. Wenn sie plötzlich bremsen müssen, bedeutet das eine Unfallgefahr", so Schmitz. Ein weiteres Problem: "Oft bleiben Lkw auf der Straße stehen, weil sich am Werkstor ein anderer Lastwagen befindet. Dann kommt's zum Stillstand, staut sich der Verkehr manchmal bis in Höhe der Kolpingstraße." Auch Fritz Mund (SPD) bestätigt die Behinderungen.

Die Lösung aus Sicht der FDP: Eine durchgezogene Linie auf der Straße für den Verkehr aus Richtung City und das Zeichen "Nur geradeaus" sollen Lkw-Fahrern künftig verbieten, an der Einfahrt abzubiegen. "Stattdessen sollen sie bis zum Kreisverkehr an der A 540 weiterfahren, auf der anderen Straßenseite zurückkommen und nach rechts ins Werk fahren", so Schmitz. "Der kurze Umweg ist mit Blick auf mehr Sicherheit zumutbar." Lkw aus den Werken sollen aber weiter am Tor über eine gestrichelte Linie nach links abbiegen können.

Einen Beschluss fasste der Ausschuss nicht. Laut Verwaltung handelt es sich um keine Unfallhäufungsstelle. Zudem würden Polizei und Landesbetrieb Straßen NRW davon ausgehen, dass eine durchgezogene Linie dort "nicht das richtige Mittel zur Vermeidung von Unfällen ist". Denkbar ist laut Stadt eine Linksabbiegespur. Sie will mit den Firmen die Situation erörtern und Verbesserungsmöglichkeiten erarbeiten. "Wir stehen mit den Behörden in engem Kontakt", sagt Aleris-Werksleiter Derk te Heesen. "Wir haben bereits Maßnahmen ergriffen, damit es auf der B 59 nicht zu Behinderungen kommt." An der Straße gegenüber der Kolpingstraße gibt es einen Warte-Parkplatz, "Der Pförtner an der Einfahrt ruft die Fahrer von dort herbei."

(NGZ)