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Grevenbroich: Autobahn 46 wird saniert

Grevenbroich : Autobahn 46 wird saniert

Gute Nachrichten für Hemmerdener: Voraussichtlich ab Ende 2013 erneuert der Landesbetrieb Straßen NRW die Autobahn 46 bei Grevenbroich. Dabei wird ein seit Jahren erhoffter Asphalt verwendet, der Lärm verringern soll.

Seit 35 Jahren kämpft Günter Meis für Lärmschutz an der Autobahn 46, schreibt an Behörden, telefoniert, hat vor Jahren mit seiner Frau rund 1200 Unterschriften gesammelt. Zeitweise muss der Hemmerdener mehr als 65 Dezibel im 24-Stunden-Schnitt aushalten. "Im Garten bei uns ist es furchtbar laut. Betroffen sind nicht nur die Junker-, Robert-Bosch- und Borsigstraße, sondern auch viele andere in Hemmerden", sagt Meis.

Nach Jahrzehnten besteht nun aber Hoffnung auf Besserung: Der Landesbetrieb Straßen NRW plant die Sanierung eines 15 Kilometer langen Abschnitts der A 46 vom Dreieck Holz quer durchs Grevenbroicher Stadtgebiet bis Neuss-West. Dabei soll ein lärmmindernder, sogenannter Splittmastix-Asphalt eingebaut werden.

Zehn Monate Bauzeit

Noch liegt der Entwurf für die Erneuerung von Straßen NRW beim Land, zudem muss er noch mit dem Bundesverkehrsministerium abgestimmt werden. 18,5 Millionen Euro soll das Projekt kosten. "Wir wollen voraussichtlich Ende 2013 mit der Sanierung beginnen. Die Fahrbahn muss erneuert werden", erklärt Nobert Cleve, Sprecher bei Straßen NRW in der Niederlassung Krefeld. 60 000 Fahrzeuge täglich – zehn Prozent davon sind Schwerlastverkehr – haben Spuren hinterlassen. Für einen Zeitraum von zehn Monaten müssen Autofahrer auf der A 46 mit Verkehrsbehinderungen durch Baustellen rechnen. "Wir gehen in mehreren Abschnitten vor", erläutert Cleve. "Geplant ist, dass wir zunächst die Autobahn-Anschlussstellen Grevenbroich und Jüchen gründlich erneuern. Dann werden Standstreifen verstärkt, um während der Bauarbeiten den Verkehr einschließlich Lastwagen auch über diesen Streifen zu führen."

Im weiteren Verlauf werden zwischen den beiden Fahrbahnseiten – wie schon auf anderen Teilstücken – neue Schutzwände aus Beton errichtet. Zum Schluss erhält die Fahrbahn auf dem gesamten Abschnitt den lärmmindernden Belag, durch den die Geräusche um etwa zwei Dezibel vermindert werden. "Das ist schon spürbar", so Norbert Cleve. Zwar gebe es andere Fahrbahnbeläge, die noch mehr Lärm reduzierten. "Doch die halten nicht so lang."

Günter Meis spricht von einer "ersten Verbesserung" durch den lärmmindernden Belag. Doch er will es dabei nicht belassen, "auch Michael Köchner setzt sich für Lärmschutz ein". Das Ziel, für das Günter Meis sich weiter engagiert, "ist eine Lärmschutzwand für Hemmerden".

(NGZ)