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Grevenbroich: Auf den Spuren der Barbara

Grevenbroich : Auf den Spuren der Barbara

Heute ist Barbaratag. Die Heilige gehört zu den 14 Nothelfern und gilt als Schutzpatronin der Bergleute. Deshalb wird sie imBraunkohlerevier besonders geschätzt und ist oft zu sehen. Die NGZ zeigt Beispiele in Grevenbroich.

Nur wenige historisch sichere Fakten sind von ihr bekannt. Lediglich eine Legende verrät einige Details aus dem Leben der heiligen Barbara. Im Rheinischen Braunkohlerevier ist sie an vielen Stellen präsent — weil sie die Schutzpatronin der Bergleute ist.

Stefan Manzei, Leiter des Caritas-Hauses "St. Barbara", steht neben einer Figur der Heiligen. Sie ist im Seniorenheim zu sehen, weil es eine enge Verbindung zur Tagebau-Belegschaft gibt. Die Caritas nennt etwa den "Sinnesgarten", ein Projekt mit RWE Power. Heute findet dort das Barbarafest statt. Foto: NGZ

Nach alter Überlieferung ist Barbara genau heute im Jahr 284 als Tochter des reichen Purpurhändlers Dioskuros geboren worden. Sie lebte zur Zeit Diokletians, einem römischen Kaiser, der durch blutige Christenverfolgungen in die Geschichte eingegangen ist.

Pastor Bernhard Seither (47) erklärt die Barbara-Figur in der Frimmersdorfer Kirche St. Martin so: "Barbara ist eng mit dem heiligen Antonius verbunden. Gemeinsam stehen sie für die beiden großen Wirtschaftsbereiche in Frimmersdorf und Neurath: dem Bergbau und der Landwirtschaft." Foto: NGZ

Barbara entschied sich — gegen den Willen ihres heidnischen Vaters — zur Taufe, bekannte sich zum Christentum. In den Turm, in dem sie oft eingesperrt war, ließ sie ein Kreuz als Zeichen der Erlösung einmeißeln und ein drittes Fenster als Zeichen der heiligen Dreifaltigkeit hineinschlagen. Der Preis dafür: Ihr Vater enthauptete seine eigene Tochter. Danach fuhr der Legende nach ein Blitzstrahl vom Himmel nieder und tötete den Mörder.

Die NGZ stellt zum heutigen Barbaratag vier Orte in der Stadt Grevenbroich vor, an denen die Spuren der Märtyrerin Barbara noch heute zu sehen sind.

(NGZ)