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Grevenbroich: Auf dem Gustorfer Schulhof werden bald Häuser gebaut

Grevenbroich : Auf dem Gustorfer Schulhof werden bald Häuser gebaut

Das ehemalige Gelände der Gustorfer Hauptschule wird in absehbarer Zeit neu gestaltet. Dort wird nicht nur die Kindertagesstätte "Zaubermühle" eine neue Bleibe finden, auch Wohnhäuser sollen entlang der Turmstraße errichtet werden. Die Stadt steht zurzeit in Verhandlungen mit einem Investor.

"Wir sind optimistisch, dass der Verkauf gelingen wird", sagte Stadtsprecher Andreas Sterken gestern auf Anfrage der NGZ. Wann mit den Bauarbeiten begonnen wird, steht jedoch noch nicht fest: "Das hängt vom weiteren Verlauf der Verhandlungen ab." Die Weichen für das Projekt hat jetzt der Planungsausschuss mit einer Änderung des Bebauungsplanes gestellt. Die Bestätigung durch den Rat am 1. März ist danach lediglich Formsache.

Die Kindertagesstätte "Zaubermühle" – heute noch an der Mühlenstraße in Gindorf beheimatet – wird künftig in das ehemalige, 2800 Quadratmeter große Atrium-Gebäude der Hauptschule einziehen, dort sollen auch Plätze für die Betreuung von unter drei Jahre alten Kindern vorgehalten werden.

Das restliche Gelände ist für den Hausbau vorgesehen. "Nach dem jetzigen Stand werden dort insgesamt 18 Häuser entstehen – und zwar 14 Doppelhaushälften sowie eine kleine Hausgruppe", erklärt Stadtplanerin Dorothea Rendel. Die Neubauten sollen sich möglichst kaum vom Altbestand in der Nachbarschaft unterscheiden: "Das heißt: eingeschossig in offener Bauweise", so Rendel: "Nicht zu hoch, nicht zu dicht."

Eine Besonderheit beim Bauprojekt: Der auf dem insgesamt 1,1 Hektar großen Schulgelände stehende Bunker soll nicht abgerissen werden. "Das wäre nicht nur zu aufwendig, sondern auch zu teuer", betont Dorothea Rendel. Der Betonklotz soll lediglich oben abgeschliffen werden, der Rest verbleibt im Boden. "Darüber werden Garagen und Stellplätze angelegt – das ist eine vernünftige Lösung."

Das Nachsehen hat indes die Gindorfer Sebastianus-Bruderschaft: Mit dem Schulhof wird sie in absehbarer Zeit den Platz für das traditionelle Schützenbiwak verlieren, das alljährlich im Juni gefeiert wird. Die Stadt hat hier bereits ein Ausweichquartier für die Brauchtumsfreunde ausgewiesen: "Wir haben den ,Park and Ride'-Platz am Bahnhof und die daran anschließende Grünfläche hergerichtet", erklärt Rendel: "Das wäre ein neuer, idealer Platz für das Biwak."

(NGZ)