Asche-Streufeld: FDP kritisiert Stadt Grevenbroich

Friedhof in Grevenbroich-Neuenhausen : FDP übt erneut Kritik am Asche-Streufeld

Ratsherr Cremerius ist sauer. Angekündigte Maßnahmen zur Verbesserung der Situation auf dem Aschestreufeld seien nicht umgesetzt.

Für erhebliche Empörung hatte das Aschestreufeld auf dem Neuenhausener Friedhof im März gesorgt. FDP-Ratsherr Peter Cremerius hatte damals auf die „gammelige Wiese“ aufmerksam gemacht, den Zustand als „unwürdig“ bezeichnet. Die Stadt hatte daraufhin im April erklärt, dass die Wiese, auf der die sterblichen Überreste verstreut werden, kurzfristig wieder in einen ordentlichen Zustand versetzt werden soll. Realisiert ist das aber immer noch nicht. „Ich bin sauer. Die Stadt hatte erklärt, das alles gemacht wird – und seitdem ist nichts geschehen“, erklärt Peter Cremerius verärgert. Viele Menschen hätten ihn auf das Thema angesprochen und eine Verbesserung gefordert.

Die FDP-Fraktion pocht nun darauf, das  gehandelt wird. Den Worten müssten Taten folgen. Die Verwaltung solle beauftragt werden, „die Streuwiese endlich soweit umzugestalten, dass die Beisetzungsform der Ascheverstreuung in würdiger Weise vollzogen werden kann“, heißt es in einem Antrag für die Ratssitzung am 11. Juli.

Mängel sehen die Freien Demokraten reichlich. Bei einer Trauerfeier im März sei die Wiese äußerst ungepflegt gewesen, vermoost und vermatscht. Die Umfriedung habe aus „eher kümmerlichem Bewuchs“ bestanden. Und nach der Verstreuung sei die Asche noch Tage danach als Linie erkennbar gewesen.  „Der würdelose Zustand löste bei Trauergästen Entsetzen und Unverständnis aus“, erklärt Fraktionschef Markus Schumacher. Auch im Rathaus wurde Handlungsbedarf gesehen, die Verwaltung kündigte mehrere Maßnahmen an. Doch „bei einer Besichtigung mussten wir feststellen, dass keine einzige umgesetzt ist“, kritisiert Schumacher.

„Das Feld ist noch nicht in  einem Zustand, der auf Dauer akzeptabel ist“, räumt Stadtsprecher Stephan Renner ein. Allerdings habe sich die Stadt die Situation vor Ort angesehen, um zu prüfen, wie der Rasen aufgearbeitet und die Lücke in der Hecke geschlossen werden könne. „Das Vorgehen wird mit dem Arbeitskreis Bestattungswesen abgesprochen“, sagt Stephan Renner.

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